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Europäische Gottesanbeterin

Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Ordnung der Fangschrecken (Mantodea). Sie gilt in Deutschland als gefährdet (RL, Kat. 3) und genießt außerdem nach dem Bundes-Naturschutz-Gesetzes (BNatSchG) und der Bundes-Artenschutz-Verordnung (BArtSchV) besonderen Schutz. Sie darf weder gefangen noch gehalten werden. Ihr deutscher Name kommt von der oft nach oben gereckten Haltung ihrer Fangarme (Vorderbeine). In Deutschland ist sie sehr selten, ihr Vorkommen ist auf ausgesprochene Wärmeinseln beschränkt. Die Gottesanbeterin ist ein Lauerjäger und ernährt sich ausschließlich von Insekten, die sie mit ihren kräftigen, dornenbesetzten Vorderbeinen einfängt. Da sie durch ihre Färbung gut getarnt ist und absolut regungslos lauert, wird sie von den Insekten meist nicht wahrgenommen.

Lebensraum: sonnige, trockene Orte mit halb hoher Vegetation (z.B. Weinberge, Trockenwiesen).
Nahrung: Nur Insekten.
Körperlänge: Männchen bis zu 60 mm, Weibchen bis zu 80 mm.
Vorkommen (erwachsen) von August bis Mitte Oktober.