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Gelbe Diebsameise

Die Gelbe Diebsameise (Solenopsis fugax), auch Diebische Zwergameise genannt, gehört zur Unterfamilie der Knotenameisen (Myrmicinae). Sie ist die kleinste Ameisenart in Deutschland und ernährt sich kleptoparasitär, d.h. sie raubt ihre Nahrung von anderen (größeren) Ameisenarten. Sie ist in wärmeren Gebieten Mittel- und Südeuropas verbreitet. In Deutschland kommt sie daher vor allem im Süden vor. Die Gelbe Diebsameise gilt laut Roter Liste D, ebenso wie in Bayern, als gefährdet. Die Nester werden unterirdisch angelegt.

Die Gelbe Diebsameise ernährt sich bevorzugt von der eingetragenen Beute sowie von Eiern und Larven anderer (größerer) Ameisenarten. Dazu graben die Arbeiterinnen sehr schmale Gänge direkt in die Brutkammern der Wirtsameisen, zerlegen dort die Beute und transportieren sie in ihr eigenes Nest. Die größeren Wirtsameisen können ihnen durch die schmalen Gänge nicht folgen. Daneben kann sich die Gelbe Diebsameise auch von Aas und kleinen Gliederfüßern sowie vom Honigtau unterirdisch lebender Läuse ernähren.

Lebensraum: hauptsächlich ebene, wärmebegünstigte Standorte mit trockenem, sandigem Untergrund und wenig Vegetation, auch im Siedlungsbereich.
Nahrung: siehe Text oben.
Vorkommen: ganzjährig, Schwärmzeit: Ende August bis Anfang Oktober.
Körperlänge: Königin 9,5–13 mm, Arbeiterin 1,5–3 mm, Männchen 5–6,5 mm.