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Pelzige Sklavenameise

Die Pelzige Sklavenameise (Formica selysi) gehört zur Unterfamilie der Schuppenameisen (Formicinae) und dort zur Gattung der Waldameisen (Formica) und zur Untergattung der Sklavenameisen (Serviformica). Die Ameise und ihre Nester sind in Deutschland besonders geschützt (BArtSchV); die Pelzige Sklavenameise gilt laut Roter Liste D als gefährdet, in Bayern ist sie vom Aussterben bedroht. Die Pelzige Sklavenameise ist dafür bekannt, dass sie bei drohenden Überschwemmungen ein lebendes Floß baut, um wieder trockenes Land zu erreichen.

Die Bezeichnung Sklavenameise bezieht sich darauf, dass die Arbeiterinnen der Pelzigen Sklavenameise oft von anderen Formica-Arten zur Aufzucht von deren Brut gezwungen werden, indem ihre Königin von der fremden Königin getötet wird. Außerdem kann das Volk von anderen Ameisen (wie der Amazonas-Ameise (Polyergus rufescens) oder der Blutroten Raubameise (Formica sanguinea)) angegriffen und ihre Puppen geraubt werden, mit dem Zweck, die sich daraus entwickelnden Arbeiterinnen als „Sklaven“ für die Brutpflege und Entwicklung des eigenen Volkes einzusetzen. Im Gegensatz zu den genannten Sozialparasiten, kann die Pelzige Sklavenameise selbstständig neue Kolonien gründen.

Eine symbiotische Beziehung hat die Pelzige Sklavenameise mit den Raupen des Idas-Bläulings (Plebejus idas). Die Raupen sondern ein süßliches Sekret ab, das den Ameisen als Nahrung dient, im Gegenzug werden die Raupen durch die Ameisen vor Feinden geschützt.

Lebensraum: hauptsächlich Kies- und Schotterbänke im Alpenraum.
Nahrung: Insekten und anderen kleinere Beutetiere, sowie Honigtau von Blattläusen.
Vorkommen: ganzjährig, Schwärmzeit: Mitte Juni bis Ende September.
Körperlänge: Königin 9 - 11 mm, Arbeiterin 5 – 10 mm, Geschlechtstiere 9 – 11mm.