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Rote Mauerbiene

Die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis, Syn.: Osmia rufa), auch (besser) Rostrote Mauerbiene genannt, ist die häufigste einheimische Art aus der Gattung der Mauerbienen (Osmia) und der Familie der Bauchsammler (Megachilidae). Sie ist in Deutschland weit verbreitet und gilt als ungefährdet. Sie ist eine einzeln lebende Solitärbiene. Die Rote Mauerbiene ist bezüglich ihres Nistplatzes besonders flexibel und nutzt Hohlräume verschiedenster Art, z.B. Bohrgänge in Holz, hohle Stängel, Ritzen und Löcher in Lehmwänden und Mauerwerk, gerne auch Nisthilfen. Sie baut darin hintereinander mehrere Brutzellen ein, jede versehen mit einem Pollenvorrat und einem Ei und abgeschlossen mit einer Zwischenwand aus Lehm. In der Brutzelle entwickelt sich bald die Larve, die sich später verpuppt und zur fertigen Biene (Imago) entwickelt. Im Frühling durchnagen die Bienen die Zwischenwände und gelangen so, eine nach der anderen, nach außen. Dass immer zuerst die Männchen fliegen liegt daran, dass in die vordersten Brutzellen unbefruchtete Eier gelegt wurden, die sich zu Männchen entwickeln.

Die Männchen kann man an der weißen bis gelblichen Behaarung auf der Kopfvorderseite erkennen, die Weibchen haben eine dunkle Behaarung auf der Kopfvorderseite, in der zwei kleine Hörnchen versteckt sind. Bei beiden Geschlechtern ist der Brustbereich bräunlich, der Hinterleib ist rostrot behaart, mit einem schwarzen Bereich am Ende.

Milben
Die Mauerbienen werden öfter von Milben (Acari) befallen (Foto), häufig von Chaetodactylus osmiae. Diese Milben parasitieren nicht an der Biene selbst, sondern benutzen sie als Transportmittel, um in (neue) Brutzellen zu gelangen, Dort ernähren sie sich von den eingebrachten Pollen- und Nektarvorräten.

Lebensraum: z.B. Waldränder und Waldlichtungen, gerne auch im Siedlungsbereich.
Nahrung: Pollen und Nektar von verschiedenen Blütenpflanzen.
Flugzeit: März bis Juni.
Körperlänge: 9 - 14 mm.
Kuckucksbiene (Brutparasit): keine.
Andere potentiell bestandsgefährdende Parasiten: die Taufliege (Cacoxenus indagator) und eine Milbe Chaetodactylus osmiae (siehe oben). Um diese und andere Parasiten in Grenzen zu halten, ist die häufige Erneuerung von Nisthilfen empfehlenswert.