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Deutsche Wespe

Die Deutsche Wespe (Vespula germanica) ist neben der Gemeinen Wespe (Vespula vulgaris), eine der häufigsten Wespenarten Mitteleuropas. Der einjährige Wespenstaat kann im Herbst einige tausend Tiere umfassen, aber nur die junge Königin überlebt den Winter und gründet im Frühling einen neuen Staat. Das graufarbene Nest aus eingespeichelten Holzfasern wird unterirdisch, z.B. in Mäusebauten, aber auch in Dachböden oder anderen dunkle Hohlräumen, angelegt.

Gemeine Wespe und Deutsche Wespe sind sehr ähnlich, die Merkmale zur Unterscheidung befinden sich an der Kopfplatte: Die Deutsche Wespe hat ein bis drei schwarzen Punkten, evtl. auch einen kleinen geraden, oft etwas unterbrochenen schwarzen Strich. Die Musterung des Hinterleibs ist zur Unterscheidung nicht geeignet, da sie sehr variabel ist.

Ihren Stachel benutzt die Deutsche Wespe zur Überwältigung und Lähmung einer Beute oder zur Abwehr eines Angreifers. Im Gegensatz zur Honigbiene kann sie damit öfter stechen.

Lebensraum: in fast allen Landschaftsformen, häufig auch im Siedlungsbereich.
Nahrung: vorwiegend Nektar und andere zuckerhaltige Pflanzensäften. Gelegentlich wird sie auch von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln des Menschen angelockt und lässt sich davon nur schwer wieder vertreiben. Die Larven werden mit zu Brei zerkauten Insekten gefüttert.
Vorkommen: April bis September; nur die jungen Königinnen überwintern.
Körperlänge: Königin 16 – 19 mm, Arbeiterin 11 – 14 mm, Drohnen 13 -17 mm.