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Orientalische Mauerwespe

Die Orientalische Mauerwespe (Sceliphron curvatum), auch Orientalische Mörtelwespe oder Asiatische Lehmtopfwespe genannt, gehört innerhalb der Gruppe der Grabwespen (Spheciformes) zur Familie der Sphecidae (Unterfamilie Sceliphrinae) und zur Gattung Sceliphron. Sie ist ein Neozoon das sich, bedingt durch den weltweiten Warenaustausch, seit etwa ab 1990 in Europa ausbreitet. Auch in Deutschland ist sie, vor allem in Mittel- und Süddeutschland, vermehrt anzutreffen, fast ausschließlich im Siedlungsbereich. Sie gilt als mäßig häufig und ungefährdet.

Da sie ihre etwa faustgroßen, Lehmtöpfchen gleichenden Nester bevorzugt an trockenen und warmen Stellen baut, sind sie häufig an oder sogar in Gebäuden zu finden. Zusammen mit ihrer beachtlichen Größe, führt dies oft zur Besorgnis. Dazu besteht aber kein Grund, denn sie ist äußerst friedlich und sticht nur in größter Bedrängnis. Den Lehm für ihre Nester sucht sie in der Umgebung. In die Lehmtöpfchen werden Eier gelegt, dazu ein Vorrat von durch einen Stich gelähmten Spinnen, welche den heranwachsenden Larven als (Frisch-) Nahrung dienen.

Über die Auswirkungen des Neozoons auf die heimische Tierwelt, z.B. die heimischen Lehmwespen, ist noch wenig bekannt. Sicher ist jedoch eine unmittelbare Auswirkung auf die Spinnen-Fauna in der Umgebung der Nester.

Lebensraum: in Deutschland fast ausschließlich im Siedlungsbereich.
Nahrung: Blütenpollen und -nektar.
Vorkommen: Mai bis September.
Körperlänge: M 13 – 16 mm, W 17–20 mm.