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Eissturmvogel

Der Eissturmvogel (Fulmarus glacialis), auch Nordatlantischer Eissturmvogel genannt, gehört zur Familie der Sturmvögel. Er ist der einzige aus der Unterfamilie der Möwensturmvögel (Fulmarinae), der nördlich des Äquators lebt. Er kommt im Norden des Atlantiks (und des Pazifiks) verbreitet vor. Der Eissturmvogel ist in Deutschland streng geschützt (BNatSchG) und in der Roten Liste der Brutvögel als Art mit geografischer Restriktion geführt. Der Eissturmvogel hat eine Flügelspannweite von über einem Meter und wiegt 700 – 900 Gramm.

Der Eissturmvogel brütet, meist in größeren Kolonien, auf Felseninseln und an Steilküsten. Außerhalb der Brutzeit lebt er über dem offenen Meer. Der Eissturmvogel taucht selten, er nimmt seine Nahrung meist von der Wasseroberfläche auf. Er ernährt sich hauptsächlich von Fischen, Krebsen und Schnecken, aber auch von Aas und gerne von Fischereiabfällen. Der Eissturmvogel überwintert an den Küsten, selten im Binnenland.

Auf Helgoland befindet sich seit 1972 eine Brutkolonie der Eissturmvögel. Die Brutzeit beginnt im Mai und dauert etwa 7 – 8 Wochen, die Nestlingszeit weitere 6 – 8 Wochen. Danach stürzen sich die Jungvögel vom Brutfelsen und treiben, noch flugunfähig, auf dem Meer. Sie zehren von ihren Fettreserven und fressen Plankton, bis sie das Fliegen erlernt haben. Während der Brutzeit verteidigen sich Alt- und Jungvögel, indem sie Angreifern mit ihrem übelriechenden Magenöl bespeien.