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Augsburger Bär

Der Augsburger Bär (Pericallia matronula, Linnaeus, 1758), ist eine seit etwa 100 Jahren im Augsburger Raum ausgestorbene Schmetterlingsart (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae) und der Unterfamilie der Bärenspinner (Arctiinae). Bedeutende Naturforscher haben sich schon ab dem 18. Jahrhundert mit ihm beschäftigt (z.B.: Carl von Linné, August Johann Rösel von Rosenhof, Christian Friedrich Freyer aus Augsburg). Heute kommt er in Europa nur noch sehr vereinzelt vor und gilt als vom Aussterben bedroht. Er ist streng geschützt (BArtSchV). Der Augsburger Bär ist nachtaktiv. Er besucht auch küstliche Lichtquellen.

Um den „Augsburger unter den Schmetterlingen“ trotzdem hier präsentieren zu können, wird ausnahmsweise ein Foto gezeigt, das nicht in Deutschland entstanden ist. Mehr dazu hier:

nwv-schwaben.de/files/Naturfotografie/Berichte/2011-06-Hasler-Suche_nach_einem_Verschollenen.pdf

Lebensraum: ideal sind steile, felsige, warmfeuchte Stellen mit einem Fließgewässer, die an einen Wald angrenzen.

Raupenfutterpflanzen: z.B. Hasel (Corylus avellana), Himbeere (Rubus idaeus), Heckenkirschen (Lonicera), Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) [Bellmann 2003] auch Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus), Eschen (Fraxinus), Eichen (Quercus), Sal-Weide (Salix caprea), Grau-Erle (Alnus incana), Hainbuche (Carpinus betulus), Spitzwegerich (Plantago lanceolata) u.a.

Flügelspannweite: 65 - 80 mm.

Körperlänge Raupen: bis 100mm.

 

Entwicklung

Der Augsburger Bär hat eine zweijährige Entwicklungszeit. Die Weibchen legen ihre weißlich-grünen Eier auf den Blättern der Raupenfutterpflanzen ab, daraus schlüpfen, ab August, die Raupen. Die Raupen überwintern zweimal. Im ersten Jahr fressen sie an den Blättern der Sträucher und Bäume, im zweiten Jahr an den Pflanzen in Bodennähe. Im Frühjahr des zweiten Jahres verpuppen sich die Raupen und Ende Juni/Anfang Juli fliegen die Falter, jedoch nur für etwa 2 bis 3 Wochen. Durch die zweijährige Entwicklung sind im dazwischen liegenden Jahr deutlich weniger oder gar keine Falter zu sehen.

 

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