Update Artenpool aktuell für November und Dezember 2019
Eingetragen am 01.01.2020, 10:13 von Naturfoto

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Kohlmeise (Parus major), Schneefall

 

(Die Arten sind mit ihrer Kurzinfo und den Fotos verlinkt!)

 

November und Dezember haben den Schwerpunkt „bei uns überwinternde Vögel“, aber es gibt auch einige Insektenfotos sowie Fotos von Nadelhölzern und anderen Pflanzen. Es beginnt mit dem hübschen Männchen des Buchfinks (Fringilla coelebs) der (im Gegensatz zum Weibchen) oft hier überwintert, um sein Revier besetzt zu halten. Nur als Wintergast kommt der prächtige Bergfink (Fringilla montifringilla) bei uns vor. Der Grünfink (Carduelis chloris) ist ein Standvogel, dessen Bestand im Winter durch vom Norden her durchziehende Vögel verstärkt wird. Ganzjährig häufig in Gärten und Parks anzutreffen sind Blaumeise (Parus caeruleus) und Kohlmeise (Parus major). Überwiegend ganzjährig im Wald kommen Tannenmeise (Periparus ater) und die extravagante Haubenmeise (Lophophanes cristatus) vor. Ebenfalls oft im Wald oder am Waldrand anzutreffen sind die Standvögel Sumpfmeise (Poecile palustris) und Weidenmeise (Parus montanus), die etwas schwierig zu unterscheiden sind. Auch Haussperling (Passer domesticus) und Feldsperling (Passer montanus), kommen ganzjährig bei uns vor. Die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) ist ein Kurzstreckenzieher oder teilweise Standvogel. Der Kleiber (Sitta europaea) und der Eichelhäher (Garrulus glandarius) bewohnen u.a. Mischwälder, der Kleiber gerne auch Parks, sie sind bei uns Standvögel. Der Graureiher (Ardea cinerea) ist ein Standvogel, er bevorzugte seichte fischreiche Teiche mit Nistbäumen in der Nähe. Die Brandgans (Tadorna tadorna) gehört zu den Halbgänsen, sie überwintert in Deutschland im Wattenmeer, teilweise auch auf Seen im Binnenland. Die Graugans (Anser anser) überwintert eigentlich in Südeuropa, milde Winter haben sie aber inzwischen teilweise zu einem Standvogel werden lassen. Die Stockente (Anas platyrhynchos) ist sehr anspruchslos und auch im Winter auf eisfreien Gewässern zu finden. Die Krickente (Anas crecca) ist ebenfalls ganzjährig auf unseren Gewässern zu finden, im Winter zahlenmäßig verstärkt durch Wintergäste aus dem hohen Norden. Die Löffelente (Anas clypeata) ist in Nord- und Osteuropa verbreitet, bei uns kann man sie auf dem Durchzug beobachten. Die Kolbenente (Netta rufina) brütet vorwiegend in Südeuropa und überwintert im Mittelmeerraum, aber auch in größerer Zahl bei uns (z.B. Bodensee). Die Tafelente (Aythya ferina) brütet zerstreut auch bei uns, in größerer Zahl ist sie zu beobachten, wenn nord- oder osteuropäischen Vögel bei uns überwintern. Die Schellente (Bucephala clangula) kommt überwiegend in Nord- und Osteuropa vor, In Bayern ist sie als seltener Wintergast auf großen, eisfreien Gewässern anzutreffen. Der Gänsesäger (Mergus merganser) brütet in Bayern vereinzelt an Flüssen im Alpenvorland und überwintert an großen fischreichen Seen, zahlenmäßig verstärkt durch Wintergäste aus Nordeuropa. Die Lachmöwe (Larus ridibundus) ist ein häufiger Standvogel, im Winter kommen auch noch Wintergäste aus dem Norden dazu. Die Kornweihe (Circus cyaneus) ist in Bayern meist nur auf dem Durchzug zu sehen. Das Blässhuhn (Fulica atra) ist häufig und ganzjährig auf unserem Gewässern anzutreffen. Der Kormoran (Phalacrocorax carbo) ist in Bayern ein Standvogel, zahlenmäßig wird er im Winter durch Gäste und Durchzügler ergänzt. Der Prachttaucher (Gavia arctica) schließlich, ist ein seltener Wintergast auf größeren Binnenseen in Süddeutschland.

 

Die Insekten sind vertreten mit Ei und Falter (Weibchen) des Aurorafalters (Anthocharis cardamines) auf Wiesen-Schaumkraut (Futterpflanze der Raupen), der Zweifarbigen Faulholzmotte (Oecophora bractella), dem interessanten Schwarzen Maiwurm (Meloe Proscarabaeus), auch Schwarzblauer Ölkäfer genannt, der von der Klimaerwärmung profitierenden Gelbbindigen Furchenbiene (Halictus scabiosae), der Gelbschwarzen Blattwespe (Tenthredo vespa), der Lederwanze (Coreus marginatus) und der Braunen Randwanze (Gonocerus acuteangulatus) sowie einer weiteren Randwanzenart: Coriomeris denticulatus.

 

In der Abteilung Pflanzen sind zu sehen: die Hirschzunge (Phyllitis scolopendium) sowie Nadelhözer, nämlich die Berg- oder Krüppelkiefer (Pinus mugo), die mittlerweile seltene Zirbelkiefer (Pinus cembra), die Aufrechte Berg-Föhre (Pinus unicinata) auch Spirke genannt, die Gewöhnliche Fichte (Picea abies) und die Nadeln abwerfende Europäische Lärche (Larix decidua). Es folgen weitere krautige Pflanzen: die gefährdete Alpen-Aurikel (Primula auricula), die Mehl-Primel (Primula farinosa), die gefährdete Gewöhnliche Kugelblume (Globularia punctata), die Herzblättige Kugelblume (Globularia cordifolia) und die Nacktstängelige Kugelblume (Globularia nudicaulis), beide sind besonders geschützt, die gefährdete Kelch-Simsenlilie (Tofieldia calyculata), die gefährdete Moorlilie (Narthecium ossifragum), auch Beinbrech genannt, die streng geschützte Fuchssche Fingerwurz (Dactylorhiza fuchsii) und das gefährdete Helm-Knabenkraut (Orchis militaris).

 

Hier sind die Fotos zu finden!