Flugplatzheide aktuell
Eingetragen am 23.12.2018, 22:02 von Naturschutz

Von den ehemals 200 Hektar sollen nun 4 Hektar der Flussschotterheiden (Lechheiden) als geschützter Landschaftsbestandteil geschützt werden.

Unter den 85 seltenen und wertgebenden Arten befinden sich z.B. u.a. auch der Idas-Bläuling (Plebejus idas), die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) oder der Kreuzenzian (Gentiana cruciata).

 

Die Regierung von Schwaben besteht nun aktuell immer noch auf die Bebauung von 0,7 Hektar, weil am Bischofsackerweg ein Baurecht besteht, während der von der Naturschutzallianz vorgeschlagene Ersatzstandort an der Berliner Allee noch kein Baurecht hat. Die finanziellen Mittel sind bereits, trotz der Zusage der teilflächigen Unterschutzstellung, im bayerischen Staatshaushalt 2019/20 eingestellt!

Für die Naturschutzallianz ist dies wegen dem besonderen ökologischen Wert der Fläche nicht hinnehmbar. Denn eine für den Artenschutz und den Biotopverbund äußerst bedeutsame Heidefläche sollte insgesamt unter Schutz gestellt werden. Unterstützung erhofft sich die Naturschutzallianz nun durch die neuen Konstellationen mit den Freien Wählern im Bayerischen Landtag nach der diesjährigen Oktoberwahl. In diesem Sinne wurden die regionalen Mandatsträger nun gebeten, das Bestreben der Naturschutzallianz zur Unterschutzstellung der gesamten verbliebenen Flugplatzheide zu unterstützen.

Die Forderungen von Seiten der Archäologie und eine etwaige Prüfung von Altlasten verzögern aktuell die Unterschutzstellung und Pflege der wertvollsten Heidefläche im Stadtgebiet.

Es ist nun immer noch zu befürchten, dass nach Abschluss der Altlastenproblematik die 0,7 ha große Schutzfläche bebaut wird. Ebenso wird von Seiten der Naturschützer befürchtet, dass danach auch noch Teile der verbliebenen geschützten Fläche von den neuen Bewohnern schädigend mitbenutzt wird.

 

Dies waren auch die Besprechungspunkte der beiden Ortsbesichtigungen am 13.12.18 und 20.12.18.

Durch die Initiative der Naturschutzallianz und durch das Engagement der Freien Wähler und der GRÜNEN im Landtag kamen die beiden Ortsbesichtigungen wegen der brisanten Bebauung nördlich vom Bischofsackerweg zustande.

 

Während bei der ersten Ortsbesichtigung am 13.12.18 die beiden Landtagsabgeordneten Herr Dr. Fabian Mehring (MdL, Freie Wähler) und Stephanie Schuhknecht (MdL, BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN) von der Naturschutzallianz so überzeugt waren, dass sich, wie sich bei der Begrüßungsrede am 20.12.18 von Herrn Dr. F. Mehring herausstellte, durch das nachfolgende Gespräch zwischen Herrn Dr. F. Mehring und Herrn Staatsminister für Umwelt u. Verbraucherschutz Thorsten Glauber(FW) dieser kurzfristig zum Termin 20.12.18 einladen lies.

 

Bei der Besichtigung der Rest-Flugplatzheide mit Herrn Staatsminister für Umwelt u. Verbraucherschutz Thorsten Glauber(FW) am 20.12.18, waren dann auch Herr Dr. F. Mehring (MdL; FW ), Joh. Häusler (MdL; FW), C. Bozoglu (MdL, GRÜNE), LfU-Präsident C. Kumutat, LfU-Vizepräsident Dr. R. Fackler, AbtL Chr. Tausch und von der Naturschutzallianz: G. Groß, Dr. J. Cantner, Dr. G. Bretzel, Dr. A. Betz, Dr. E. Pfeuffer, C. und R. Kamm, sowie  auch B. Uffinger mit dabei.

Herr Staatsminister Glauber will nun mit den für die Bebauung zuständigen Ministerkollegen die derzeitige Situation besprechen, um zu versuchen, die Gefahr der Bebauung wegzubringen.

Nach dem beim jetzigen Termin keine seltenen Arten der Flora und Fauna sichtbar waren, hatte Herr Umweltminister Thorsten Glauber einer Einladung im Mai oder Juni gerne zugestimmt.

 

Den Besuch des Staatsministers, auch wenn erwartungsgemäß keine klare Aussage zur Unterschutzstellung der ganzen Fläche erfolgte, haben wir Naturschützer als ein positives Signal gewertet.

 

In unmittelbarer Nachbarschaft der LfU- und Flugplatzheide wurde vor Kurzem das bayerische Artenschutzzentrum neu angesiedelt! Hier wird sich dann auch zeigen, ob das eine positive Auswirkung auf den Schutz der restlichen Flugplatzheide haben wird.