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Zitronenfalter

Der häufige Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) gehört zur Familie der Weißlinge (Pieridae). Er ist einer der ersten Falter, die man im Frühjahr sieht. Dies liegt daran, dass er, in der Vegetation versteckt, als Falter überwintern kann. Die Weibchen haben eine weißlich-grüne Färbung.

Lebensraum: Verschiedenbiotop-Bewohner (Ubiquist); z.B. trockene Wiesen, feuchte Wiesen, Waldlichtungen und Waldränder, aber auch in Parks und Gärten; jeweils mit den Raupenfutterpflanzen im Umfeld und mit Möglichkeiten zur Überwinterung. 

Alle erfassten Lebensräume.
Raupenfutterpflanze: überwiegend Echter Faulbaum (Frangula alnus), Purgier-Kreuzdorn (Rhamnus cathartica), wohl auch andere Arten der Gattung Kreuzdorn (Rhamnus) [Bellmann 2003].
Flugzeit: Die neuen Falter schlüpfen im Juli, überwintern als Falter und fliegen vom Frühjahr bis in den Juni hinein.
Flügelspannweite: 50 bis 55 mm.

 

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Zur Überwinterung der Zitronenfalter
Die Zitronenfalter überwintern – als einzige heimische Schmetterlingsart – frei an Zweigen und Stängeln oder zwischen trockenem Laub auf dem Boden, bevorzugt in feuchten, etwas schattigen Waldbereichen. In der Regel behalten sie den einmal gewählten Sitzplatz den ganzen Winter hindurch bei. Sie halten jedoch keinen echten Winterschlaf, sondern verfallen in Winterstarre, indem sie ihren Stoffwechsel auf ein absolutes Minimum herunterfahren. Gegen das Einfrieren schützen sich die Falter durch eine Art 'Frostschutzmittel'. Sie ersetzen ihre Körperflüssigkeit durch eine Mischung aus Alkohol, Eiweiß und Salzen oder erhöhen den Blutzuckergehalt, so dass das Zellgewebe nicht erfrieren kann. Auf diese Weise überstehen die Falter auch schneereiche Winter unbeschadet, selbst wenn sie mehrfach ganz unter der Schneedecke verschwinden. Starke Temperaturschwankungen zwischen kalt und warm können den Schmetterlingen allerdings gefährlich werden, weil dadurch die Starre nicht aufrechterhalten werden kann. [Quelle: Heiko Bellmann (2003): „Der neue Kosmos Schmetterlingsführer“, Wolfgang Hensel (2006): '300 Fragen zur Natur'].

Um überwinternde Zitronenfalter in der Vegetation zu entdecken, bedarf es viel Geduld und eines geschulten Blicks. Ideal dazu sind Temperaturen um 0 Grad, sodass Schnee und Eis evtl. schon etwas abgetaut sind. Die Falter sind am ehesten in einer Höhe von 10 – 15 cm über dem Boden, an Zweigen und Stängeln zu finden. Siehe Fotos unten!

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