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Formica fuscocinerea

Formica fuscocinerea, früher: Lefrancoissche Sklavenameise (Formica lefrancoisi)) genannt, kommt hauptsächlich in den Alpen und dem Alpenvorland vor. Ihr Verbreitungsgebiet beginnt in den Vogesen, und reicht bis in die südlichen Alpen nach Italien. Die Art bewohnt vegetationsarme bis -freie, steinige, sandige und kiesige Lebensräume (Seifert 1996). Dies sind primär natürliche Uferbereiche von Flüssen. Sekundär besiedelt die Art auch Schottergruben und Parkanlagen in Städten (inklusive versiegelte Bereiche). In ihrem Idealhabitat ist F. fuscocinerea die dominierende Art [Ameisenwiki, 2021].

 

Sie ist zwar eine Sklavenameise, ersetzt aber im Uferbereich die Waldameisen und ist deshalb extrem aggressiv: So kann sie durch Genickbisse auch größere Ameisen wie z.B. Rossameisen (Camponotus) überwältigen und Kolonien der Großen Knotenameise (Manica rubida) sogar ausrotten [vulkanland.at, 2021}.

 

Die Bezeichnung Sklavenameise bezieht sich darauf, dass die Arbeiterinnen von Formica fuscocinerea oft von anderen Formica-Arten zur Aufzucht von deren Brut gezwungen werden, indem ihre Königin von der fremden Königin getötet wird. Außerdem kann das Volk von anderen Ameisen (wie der Amazonen-Ameise (Polyergus rufescens) oder der Blutroten Raubameise (Formica sanguinea)) angegriffen und ihre Puppen geraubt werden, mit dem Zweck, die sich daraus entwickelnden Arbeiterinnen als „Sklaven“ für die Brutpflege und Entwicklung des eigenen Volkes einzusetzen. Im Gegensatz zu den genannten Sozialparasiten, kann Formica fuscocinerea selbstständig neue Kolonien gründen.

Lebensraum: vegetationsarme bis -freie, steinige, sandige und kiesige Lebensräume.

Nestbau: eher flache Erdnester in Kies, Sand od. unter Steinen;

 bei Nestern unter Randsteinen etwa bei Gehwegen wird das Aushubmaterial deutlicher sichtbar.

Nahrung: Insekten und Honigtau.
Vorkommen: ganzjährig, Schwärmzeit: Juni 1. Hälfte - September 2. Hälfte.
Körperlänge: Königin ca. 11 mm, Arbeiterin 4,5 – 7,5 mm.

Hochinteressant ist die symbiotische Beziehung des Idas-Bläulings zu Formica fuscocinerea:

„Das Weibchen vom Idas-Bläuling (Plebejus idas) sucht auf dem Magerrasen nach der Wirtspflanze für ihre Raupen. Dabei lassen sie sich von Duftstoffen von Formica fuscocinerea leiten. Die Eier werden z.B. auf den Gewöhnlichen Hornklee abgelegt und zwar nur dort wo die Sklavenameisen einen großen Staat bilden. Wenn die kleinen Räupchen schlüpfen, werden diese sofort von den aggressiv geltenden Ameisen besetzt, ohne dass sie angegriffen oder erbeutet werden. Grund für diese ungewöhnliche Koexistenz sind Duftstoffe, die die Raupen aus einer Vielzahl von Drüsen abgeben. Diese Duftstoffe wirken auf die Ameisen als „Befriedungssubstanz“. Zusätzlich spendet die Raupe aus einer großen Drüse ein süßes und von den Ameisen sehr begehrtes Sekret. Als „Gegenleistung“ schützen die Sklavenameisen wie eine Leibgarde die Raupen vor Fressfeinden. Im Laufe der Evolution hat sich der Idas-Bläuling (Plebejus idas) auf diese äußerst komplexe Weise mit seinen ursprünglichen Todfeinden so eng verbunden, dass er ohne sie nicht mehr leben kann. Wenn die Raupe des Idas-Bläulings sich verpuppt, geschieht das am Boden unterhalb der Wirtspflanze. Die Puppe wird, obwohl sie kein süßes Sekret mehr liefert, aber wohl doch noch nach Ameise riecht, immer noch Formica fuscocinerea betrillert.“ Quelle: nwv-schwaben.de Exkursion_Sekundaerheiden_LfU (Textvorlage von Eberhard Pfeuffer).

 

Formica fuscocinerea ist u.a. auch mit dem Himmelblauen Bläuling (Polyommatus bellargus, Syn. Lysandra bellargus) assoziiert.


Die Fotos unten zeigen u.a. auch einige Habitate mit Nestern (Nestaushub) von Formica fuscocinerea:

  1. Lechstaustufe Kinsau (2006)
  2. Parkplatz Landesamt fuer Umwelt-Augsburg (2018)
  3. Parkplatz Landesamt fuer Umwelt-Augsburg (2018)
  4. Flugplatzheide, Ausgburg (2007)
  5. Flugplatzheide, Ausgburg (2007)

 

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