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Sperber

Der Sperber (Accipiter nisus) gehört zur Ordnung der Greifvögel Accipitriformes), zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae) und zur Gattung der Habichte und Sperber (Accipiter). Die Verbreitung des Sperbers umfasst weite Teile der Paläarktis, von den Kanarischen Inseln und Irland nach Osten bis Kamtschatka und Japan. Er besiedelt hier überwiegend die borealen und boreomontanen Nadelwälder. Nur in Mittel- und Westeuropa sowie im westlichen Mittelmeergebiet besiedelt er auch Laubwälder. In den letzten Jahrzehnten bewohnt verstärkt auch Parks, Friedhöfe und Grünanlagen in den Städten. In Deutschland ist er ein weit verbreiter Brut- und Jahresvogel. Je nach geographischer Lage ist der Sperber Standvogel bis Langstreckenzieher. So zieht z.B. ein Teil der Sperber aus Mitteleuropa, vor allem die Jungvögel, im Spätsommer und Herbst zum Überwintern Richtung Südwesten, nach Frankreich oder Spanien. Dafür kommen Sperber aus dem Norden und Osten zu uns zum Übewintern.

 

Den Sperber kann man als kleinen Habicht betrachten. Diese beiden Greifvögel gleichen sich sehr in Aussehen und Lebensweise, wobei der Sperber sich bei der Jagd eher auf kleinere Vögel spezialisiert hat. Er ist neben dem Mäusebussard der häufigste Greifvogel Europas. Seine waghalsigen und rasanten Jagdmanöver lassen staunen.

 

Wälder mit hohen alten Nadelbäumen bieten einen perfekten Lebensraum für den Sperber. Aber man trifft ihn auch immer mehr in Siedlungsnähe, z.B. in Parks und Grünanlagen an. Er ernährt sich überwiegend von kleinen bis mittelgroßen Vögeln, bis zur Größe einer Taube. Die Weibchen sind fast doppelt so groß und schwer wie die Männchen. Im Überraschungsangriff stürzen sich Sperber auf ihre Beute und verfolgen sie mit spektakulären Flugmanövern. Die Beute wird mit den Fängen ergriffen und getötet.

 

Sperber führen eine monogame Saisonehe. In der Balzzeit kreisen beide Partner über dem Brutrevier, um dann nacheinander im Sturzflug im Brutbestand zu landen. Wichtigstes Element der Paarbildung und -bindung sind regelmäßige Beuteübergaben des Männchens an das Weibchen. Als Brutplatz bevorzugt der Sperber dichte, wenig durchforstete, 30- bis 40-jährige Nadelholzbestände. Er baut meist jährlich einen neuen Horst, meist in Stammnähe im unteren Bereich der Baumkrone. 

 

Der Horstbau beginnt meist Anfang April. Die Basis bilden trockene, unbelaubte Zweige. Die Nestmulde wird mit Rindenstücken und Dunen ausgelegt. Der Durchmesser beträgt meist ca. 60 cm. Legebeginn ist ca. Anfang Mai. Das Gelege besteht meist aus 4 – 6 Eiern, die in 33 - 35 Tagen vom Weibchen bebrütet werden. Während der Brut- und der ersten Nestlingszeit versorgt das Männchen allein das Weibchen und später auch die Nestlinge mit Nahrung. Die Fütterung der Jungvögel erfolgt fast ausschließlich durch das Weibchen. In der Regel befindet sich der Rupf- und Übergabeplatz des Revierpaares innerhalb eines Radius von 50 Metern um das Nest. Die Jungen bleiben etwa 30 Tage im Nest bis sie flügge sind, sie halten sich aber noch weitere 2 – 3 Wochen in der Nestumgebung auf und werden von den Eltern gefüttert.

 

Größe / Spannweite: ca. 32 – 37 cm / ca. 60 – 77 cm.

Lebensraum: Wälder mit hohen alten Nadelbäumen, auch vermehrt in Parks und Grünanlagen.

Nahrung: kleine bis mittelgroße Vögel, bis zur Größe einer Taube.

Brutpaare D / BY: 21 - 33 Tsd. (2011-2016) [NABU/DDA/BfN 2019] / 4,1 - 6,0 Tsd. [LfU 2016].

Trend D (1992-2016): gleichbleibend [DDA/BfN 2019].

Trend BY (1985-max.2015): gleichbleibend [LfU 2016].

Gefährdung D / BY: ungefährdet  [NABU 2016] / ungefährdet  [LfU 2016].

Anwesenheit in D / BY: ganzjährig zu beobachten.

 

 

 

 

 

 

Quellen

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