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Kranich

Der Kranich (Grus grus), auch Grauer Kranich oder Eurasischer Kranich genannt, ist der einzige Vertreter der gleichnamigen Familie (Gruidae). Die Brutgebiete des Kranichs liegen hauptsächlich im Nordosten Europas und im Norden Asiens. Seine Bestände nehmen zu, so dass er derzeit auch in Deutschland als ungefährdet gilt. In Nord- und Mitteldeutschlands leben rund 7000 Brutpaare in Bruchwäldern und Auen. Nach dem Erlöschen der Brutvorkommen im 19. Jahrhundert in Bayern, sind Kraniche heute wieder vereinzelt und lokal verbreitet (z.B. Oberpfalz und Oberbayern).

 

In Europa brütende Kraniche nutzen je nach Lage des Brutgebietes unterschiedliche Zugwege auf ihrem Weg in die Winterquartiere. In Skandinavien (Norwegen, Schweden, teilweise Finnland), Mitteleuropa (Deutschland, Polen, Tschechische Republik) sowie im Baltikum (Litauen, Lettland, westliches Estland) brütende Kraniche nutzen den westeuropäischen Zugweg, der nach Zwischenstopps in Deutschland zu Winterquartieren in Südfrankreich und Spanien (Extremadura) sowie an den Nordrand Afrikas führt. In den letzten Jahren ist dabei eine zunehmende Tendenz für eine Verkürzung der Zugwege und Nordverlagerung der Überwinterungsgebiete festzustellen. So überwintern in Niedersachsen und Brandenburg nach Angaben des Kranichschutz Deutschland etwa 30.000 Vögel. Die große Mehrheit von geschätzt über 300.000 Vögeln zieht aber weiter.

 

Auf dem Zug ins Winterquartier sind geeignete und ruhige Schlaf-, Rast- und Nahrungsplätze auf dem Weg dorthin, lebenswichtig. Solche Rastplätze in Deutschland sind z.B.: Darß-Zingster Boddenkette und Rügen (Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft), Rhin- und Havelluch (bei Linum/Nauen), Diepholzer Moorniederung (Niedersachsen).

 

Der Kranich  brütet in Sumpf- und Moorlandschaften. Während des Zuges rastet er häufig auf Feldern und übernachtet an störungsfreien Gewässern. Die Nahrung des Kranichs ist vielseitig, sie besteht aus Kleinsäugern, Reptilien, kleinen Fischen, Fröschen, Schnecken, Würmern, Insekten und deren Larven, aber auch Mais-, Gersten-, Weizen- und Haferkörnern, Sonnenblumenkernen, Erbsen, Bohnen, Erdnüssen, Oliven, Beeren, Eicheln, Gemüse, Kartoffeln, Pflanzenwurzeln, -sprossen und Halmen.

 

Die Hauptbedrohung für den Kranich ist der Verlust von Lebensräumen (z.B. durch Entwässerungen von Feuchtgebieten oder Intensivierung der Landwirtschaft). Da der Kranich, besonders in der Brutzeit, sehr scheu ist, ist er auch durch menschliche Störungen gefährdet. Auch zur Zugzeit braucht er ungestörte Nahrungs-, Rast- und Schlafplätze.

 

Je nach geographischer Lage und Witterung kehren die Kraniche schon ab Anfang Februar in ihre Brutgebiete zurück. Die vorjährigen Paare besetzen wieder ihre angestammten Reviere, die sie gegenüber anderen Kranichen verteidigen. Ein charakteristisches Element der nun folgenden Balzzeit ist der sogenannte Tanz der Kraniche. Dabei umkreisen sich die Partner mit imposant aufgestellt Flügeln, springen hoch und lassen ihre markanten Trompetenrufe erklingen. Zwar „tanzen“ Kraniche in allen Erregungssituationen, aber während der Balz ist dieses Ritual besonders häufig zu sehen. Nach der Paarung legt das Weibchen in der Regel 2 Eier. Die Altvögel wechseln sich beim Brüten ab. Nach etwa 28 Tagen schlüpfen die Jungen. Kraniche sind Nestflüchter: Schon nach wenigen Tagen unternehmen die Kranichküken mit ihren Eltern Wanderungen auf der Suche nach Nahrung. Erst nach zehn Wochen können die jungen Kraniche fliegen. Die Kranich-Familie bleibt auch auf dem Zug in die Überwinterungsgebiete zusammen. So profitieren die Jungen von den Erfahrungen ihrer Eltern: Sie übernehmen die Zugroute der Altvögel und lernen, wo es sichere Rast- und Überwinterungsgebiete gibt [Euronatur].

 

Größe / Flügelspannweite: ca. 96 - 116 cm / ca. 220 cm.

Lebensraum: Brut: Sumpf- und Moorlandschaften;

  Zug: ruhige Schlaf-, Rast- und Nahrungsplätze.

Nahrung: Kleinsäuger, Reptilien, kleine Fische, Frösche, Schnecken, Würmer, Insekten,

  aber auch: Mais-, Getreidekörner, Sonnenblumenkerne, Erbsen, Bohnen, Erdnüssen,

  Oliven, Beeren, Eicheln, Gemüse, Kartoffeln, Pflanzenwurzeln, -sprossen und Halmen.

Brutpaare D / BY: 10 Tsd.  (2011-2016) [NABU/DDA/BfN 2019] / 12 - 15 [LfU/VSW 2016].

Trend D (1992-2016): gleichbleibend [DDA/BfN 2019].

Trend BY (1985-max.2015): gleichbleibend [LfU 2016].

Winter/Durchzug D (2011-2016): Winter: 10 - 15 Tsd., Herbst: 310 Tsd. [DDA/BfN 2019].

Trend Winter/Durchzug D (1992-2016) stark zunehmend [DDA/BfN 2019]. 

Individuen BY* (2014/2015): Nov 88, Apr 1  [LfU 2016].

Gefährdung D / BY: ungefährdet [NABU 2016] / vom Aussterben bedroht [LfU 2016].

Anwesenheit in D / BY: ganzjährig zu beobachten.

 

*) aus Wasservogelzählung (2014/2015) [LfU 2016]

 

Mehr Infos zu den faszinierenden Kranichen hier:
http://www.kraniche.de/

 

 

 

 

Quellen

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