Aktuelle Meldungen der AG Naturschutz

 

  

 

GrüKo (Grün- und Freiflächenentwicklungskonzept) der Stadt Augsburg im Internet
Eingetragen am 20.11.2019, 20:39 von Naturschutz
Kennen Sie das GrüKo (siehe Anhang)? 

Gemäß Beschluss des Stadtrats wird ein Grün- und Freiflächenentwicklungskonzept (kurz: GrüKo) erarbeitet, das auch zur späteren Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes mit integrierter Landschaftsplanung dienen soll.     
Mit dem GrüKo soll ein Instrument geschaffen werden, welches in Abstimmung mit der Bauflächenentwicklung den Erhalt und die Entwicklung von Grünflächen ermöglicht. 

Es ist zu finden unter:

Jedes Mitglied der Naturschutzverbände und Interessierte im Naturschutzbereich kann hier bis zum 13.12.2019 seine Rückmeldung an Thomas Specker und Tina Mayr E-Mail: agnf.grueko@augsburg.de senden.
 
Ich würde mich über Eure Mitarbeit sehr freuen!
 
Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Uffinger

Aktuelles im Naturschutz: Vehiclepark
Eingetragen am 27.09.2019, 11:13 von Naturschutz

Die Stadt Augsburg hat nun, nach jahrelangen Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilien, das ehemalige Militärgrundstück US Panzerabstellplatz mit der Bezeichnung „Vehiclepark“ gekauft!

 

Herzlichen Glückwunsch dazu!

 

Damit ist die Naturschutzfläche hoffentlich vor einer Bebauung sicher und es ist zu hoffen, dass nun endlich die geplante Grünverbindungsachse von der Ulmer Str. bis zur Wertach vollzogen wird.

Daneben wird von der ehrenamtlichen Naturschutzseite von der Stadt Augsburg erwartet, dass das daneben liegende, der Stadt gehörende Wiesengelände „Am Wasenmeisterweg“, derzeit im Flächennutzungsplan noch als ausgewiesene Sportfläche, nun in eine Ausgleichsfläche für den Naturschutz umgewidmet und ein Teil davon zur Grünverbindung verwendet wird!

 

Von 1956 bis Dezember 1990

Benützung durch die US Streitkräfte als Panzer- oder Kfz-Abstellplatz mit Wartungsarbeiten (AZ-Bericht 16.01.92)

 

Insgesamt war der Vehiclepark einst insgesamt ca. 5,9 ha groß!

Auf ca. 3,0 ha wurde auf der Gemarkung Stadtbergen der Bauhof und ein Gewerbegebiet angesiedelt.

Die Restfläche von ca. 2,9 ha wurden am 12.09.19 von der Stadt Augsburg gekauft.

 

Wertigkeit

Der Vehiclepark besteht aus einer dichten zu sichernden und zu entwickelnden Heckenstruktur mit Bäumen und Sträuchern (Biotop-Nr. A-1152-003) und einem artenreichen Extensiv-Grünland (Biotop-Nr. A-1153-006) mit den Biotoptypen Trocken- u. Halbtrockenrasen, wechselfeuchte Mulden mit bemerkenswerten Tier- u. Pflanzenarten.

Größte, noch gut erhaltene Feldgehölzstruktur im Stadtgebiet Augsburg ist am ehemaligen US-Vehiclepark.

Wertvoller Mosaikstein in der überregionalen Ausbreitungs- und Verbindungsachse von Flora und Fauna von der Donau über Lech und Wertach zu den Alpen und umgekehrt 

 

Rast- und Futterplatz für durchziehende Vögel im Frühjahr und Herbst. Lebensraum für Feldgehölzbewohner.

Frischluftschneise für Pfersee und Augsburg

 

Ehemalige Zielvorgabe beim Expertenwettbewerb: Grünvernetzung innerhalb Augsburg von der Ulmer Straße bis zur Wertach in Göggingen (Vehiclepark darin ein Mosaikstein, nach der Grünbrücke)

Die Stadt Augsburg wollte, oder will noch (?), ursprünglich mit der Grünbrücke über die B17 den innerstädtischen Grünzug vom Westfriedhof kommend, über den wertvollen, wechselfeuchten Trocken- und Halbtrockenrasen Vehiclepark an die Wertachaue anbinden.

Flugplatzheide aktuell
Eingetragen am 23.12.2018, 22:02 von Naturschutz

Von den ehemals 200 Hektar sollen nun 4 Hektar der Flussschotterheiden (Lechheiden) als geschützter Landschaftsbestandteil geschützt werden.

Unter den 85 seltenen und wertgebenden Arten befinden sich z.B. u.a. auch der Idas-Bläuling (Plebejus idas), die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) oder der Kreuzenzian (Gentiana cruciata).

 

Die Regierung von Schwaben besteht nun aktuell immer noch auf die Bebauung von 0,7 Hektar, weil am Bischofsackerweg ein Baurecht besteht, während der von der Naturschutzallianz vorgeschlagene Ersatzstandort an der Berliner Allee noch kein Baurecht hat. Die finanziellen Mittel sind bereits, trotz der Zusage der teilflächigen Unterschutzstellung, im bayerischen Staatshaushalt 2019/20 eingestellt!

Für die Naturschutzallianz ist dies wegen dem besonderen ökologischen Wert der Fläche nicht hinnehmbar. Denn eine für den Artenschutz und den Biotopverbund äußerst bedeutsame Heidefläche sollte insgesamt unter Schutz gestellt werden. Unterstützung erhofft sich die Naturschutzallianz nun durch die neuen Konstellationen mit den Freien Wählern im Bayerischen Landtag nach der diesjährigen Oktoberwahl. In diesem Sinne wurden die regionalen Mandatsträger nun gebeten, das Bestreben der Naturschutzallianz zur Unterschutzstellung der gesamten verbliebenen Flugplatzheide zu unterstützen.

Die Forderungen von Seiten der Archäologie und eine etwaige Prüfung von Altlasten verzögern aktuell die Unterschutzstellung und Pflege der wertvollsten Heidefläche im Stadtgebiet.

Es ist nun immer noch zu befürchten, dass nach Abschluss der Altlastenproblematik die 0,7 ha große Schutzfläche bebaut wird. Ebenso wird von Seiten der Naturschützer befürchtet, dass danach auch noch Teile der verbliebenen geschützten Fläche von den neuen Bewohnern schädigend mitbenutzt wird.

 

Dies waren auch die Besprechungspunkte der beiden Ortsbesichtigungen am 13.12.18 und 20.12.18.

Durch die Initiative der Naturschutzallianz und durch das Engagement der Freien Wähler und der GRÜNEN im Landtag kamen die beiden Ortsbesichtigungen wegen der brisanten Bebauung nördlich vom Bischofsackerweg zustande.

 

Während bei der ersten Ortsbesichtigung am 13.12.18 die beiden Landtagsabgeordneten Herr Dr. Fabian Mehring (MdL, Freie Wähler) und Stephanie Schuhknecht (MdL, BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN) von der Naturschutzallianz so überzeugt waren, dass sich, wie sich bei der Begrüßungsrede am 20.12.18 von Herrn Dr. F. Mehring herausstellte, durch das nachfolgende Gespräch zwischen Herrn Dr. F. Mehring und Herrn Staatsminister für Umwelt u. Verbraucherschutz Thorsten Glauber(FW) dieser kurzfristig zum Termin 20.12.18 einladen lies.

 

Bei der Besichtigung der Rest-Flugplatzheide mit Herrn Staatsminister für Umwelt u. Verbraucherschutz Thorsten Glauber(FW) am 20.12.18, waren dann auch Herr Dr. F. Mehring (MdL; FW ), Joh. Häusler (MdL; FW), C. Bozoglu (MdL, GRÜNE), LfU-Präsident C. Kumutat, LfU-Vizepräsident Dr. R. Fackler, AbtL Chr. Tausch und von der Naturschutzallianz: G. Groß, Dr. J. Cantner, Dr. G. Bretzel, Dr. A. Betz, Dr. E. Pfeuffer, C. und R. Kamm, sowie  auch B. Uffinger mit dabei.

Herr Staatsminister Glauber will nun mit den für die Bebauung zuständigen Ministerkollegen die derzeitige Situation besprechen, um zu versuchen, die Gefahr der Bebauung wegzubringen.

Nach dem beim jetzigen Termin keine seltenen Arten der Flora und Fauna sichtbar waren, hatte Herr Umweltminister Thorsten Glauber einer Einladung im Mai oder Juni gerne zugestimmt.

 

Den Besuch des Staatsministers, auch wenn erwartungsgemäß keine klare Aussage zur Unterschutzstellung der ganzen Fläche erfolgte, haben wir Naturschützer als ein positives Signal gewertet.

 

In unmittelbarer Nachbarschaft der LfU- und Flugplatzheide wurde vor Kurzem das bayerische Artenschutzzentrum neu angesiedelt! Hier wird sich dann auch zeigen, ob das eine positive Auswirkung auf den Schutz der restlichen Flugplatzheide haben wird.

 

Schutz der Flugplatzheide
Eingetragen am 01.07.2018, 09:27 von Naturschutz

Der Schutz der Flugplatzheide läßt zu unserem Bedauern immer noch, aus uns unbekannten Gründen, auf sich warten.

Wir arbeiten daran, damit sich das ändert.

 

 

Die Flugplatzheide in Augsburg bekam die Erstpflege
Eingetragen am 16.03.2018, 13:19 von Naturschutz

Die Rest-Flugplatzheide wurde erstmals gepflegt und weitere Arbeiten der Presse und den Medien vorgestellt. Zuvor wurde von den Landwirten im LPV und den Mitgliedern der Naturschutzallianz der auf der Fläche verteilte Müll eingesammelt. Wie es nun weiter gehen soll, lesen Sie im Bericht. ...

 

Vollständiger Bericht

 

 

AZ Bericht vom 11.08.17 „Naht das Ende der Schmetterlinge"
Eingetragen am 11.08.2017, 20:44 von Naturschutz

Die Rote Liste der Flora- und Fauna-Arten nimmt jedes Jahr stark zu. Doch was ändert sich dadurch? Nichts!

Man sieht es fast jeden Tag, wenn man die Zeitung aufschlägt! Alles was mit unserer Veränderung der Natur, dem Naturschutzgesetz zu tun hat, wird durch die Öffentlichkeit und Ihren Politikern (siehe Steigerwald, Riedberger Horn, Flugplatzheide) einfach kleingeredet, ignoriert oder sogar mit den Füßen getreten.

Es gibt eine Bayerische Biodiversitätsstrategie, eine Augsburger Biodiversitätsstrategie usw. eine Umsetzung in der Praxis ist jedoch noch nicht feststellbar!

 

Deshalb muss immer wieder vom ehrenamtlichen Naturschutz mit aller Energie auf das Missachten von Gesetzen und auf die bedingungslose Biotopzerstörung und Ihren Folgen hingewiesen werden!

 

Herr Dr. Eberhard Pfeuffer, ein Profi und Kenner der Tierwelt Schwabens, auch bekannt durch seine veröffentlichten Bücher über Schmetterlinge, Lech usw., macht nun wiederholt auf das zunehmende Artensterben in Bayern aufmerksam. Er zeigt der Öffentlichkeit auf, welche Schätze der Natur wir täglich unserem Kommerz opfern.

Dies sollte vielleicht auch von der Politik erkannt und mehr unterstützt werden!

 

Die heutzutage schon im Mai beginnende Mahd der Landwirte, und auch andere, lässt die Pflanzen nicht einmal mehr zum Blühen kommen.

Für die beliebte Silberdistel (Carlina acaulis) oder für die einjährigen Enzianarten (Gentiana verna, Gentianella germanica und Gentianopsis ciliata) wird dies auch schon in geschützten Biotopen zum Verhängnis! Einjährige Arten werden, je nach der Anzahl folgenden Schnitte, damit schon ab dem zweiten Jahr ausgerottet!

 

Die dem Boden, der Bodenstreu entschlüpften jungen Insekten wie z.B. Käfer-, Ameisen- und Heuschreckenarten oder Frösche werden z.B. beim Schlegel- oder Kreiselmähwerk getötet, verletzt oder können kaum noch entkommen!

Wann werden wir wieder soweit sein werden, dass wir die Artenvielfalt von Flora und Fauna lieben und schätzen lernen, um damit ein gesundes Umfeld zu erhalten?

 

17_08_11_AZ_Schmetterling_Bericht_.png