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Donaudurchbruch bei Weltenburg

Der Donaudurchbruch bei Weltenburg ist eine Engstelle des Donautals im niederbayerischen Landkreis Kelheim, die als Naturschutzgebiet und Geotop (273R005) anerkannt ist. Richtig heißt das Geotop „Weltenburger Enge“, es liegt zwischen Kelheim und dem Kloster Weltenburg. Hier bahnt sich die Donau in einer engen Schlucht den Weg durch die harte Kalktafel des Oberen Jura. Sie benutzt dabei, seit ca. 11.000 Jahren, das alte Durchbruchstal eines Nebenflusses, der hier den Riegel zur ursprünglich weiter nördlich fließenden Ur-Donau (heute Altmühltal) durchbrach. Die Donau selbst hat diesen Durchbruch also nicht geschaffen. Bereits 1840 erhob König Ludwig I. diese Landschaft zum ersten Naturschutzgebiet Bayerns. Der Talabschnitt, die „Weltenburger Enge“, wurde am 13. Februar 2020 als Nationales Naturmonument ausgewiesen. Gleichzeitig ist es Bestandteil des Netzwerkes Natura 2000 und Teil des Schutzgebietes „Weltenburger Enge und Hirschberg und Altmühlleiten“ [LfU Bayern]

 

Das Durchbruchstal wird von bis zu 80 m hohen Felswänden begrenzt, in denen zahlreiche kleinere Höhlen liegen. Zwischen der sogenannten Stillen und der Langen Wand verengt sich der Strom bis auf 110 Meter und erreicht eine Wassertiefe von 20 m. Die Felsen der Schlucht bestehen aus massigen Riff- und Plattform-Kalken des Malm Epsilon und Zeta*. Der oberste Teil der Felswände wird von grobem Riffschuttkalk mit Korallenstöcken und knolligen Algenkrusten gebildet. Viele Felsen sind von Horizontal-Höhlen durchlöchert, die durch die kalklösende Wirkung des fließenden Wassers entstanden ('Karst') [Wikipedia].

 

*) Malm (od. Oberjura): Zeitabschnitt der Erdgeschichte: vor ca. 161,2 - 144,5 Mio. Jahren; Epsilon und Zeta bezeichnen Schichten, wie sie z.B. auch in Solnhofen (Zeta) und (u.a.) in Kehlheim (Epsilon) vorkommen.

 

Das Kloster Weltenburg ist eine Benediktinerabtei in Weltenburg, einem Ortsteil von Kelheim an der Donau in Niederbayern. Es liegt flussabwärts des Donaudurchbruchs in einer Donau-Schlinge. Der kleine Ort Weltenburg liegt etwa 1 km weiter flußabwärts am Hochufer. Zwischen Kelheim und Kloster Weltenburg besteht eine Schiffsverbindung.

 

 

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Fotos

1) Blick flußabwärts auf Kloster Weltenburg vom Nordufer aus (Aussichtspunkt)

2) Blick flußabwärts vom Nordufer in Richtung Kloster Weltenburg; Felsen mit Riffschuttkalk mit

    Korallenstöcken und knolligen Algenkrusten

3) Vegetation auf einem Felsplateau (Nordufer)

4) Blick flußaufwärts Richtung Weltenburger Enge; links markante Felsgruppe 'Bayerischer Löwe'

    am Nordufer

5) Weltenburger Enge, markante Felsgruppe 'Bayerischer Löwe' am Nordufer

6) Erodierte Felsformation – Habitat seltener Pflanzen- und Tierarten 

7) Felspartie am Nordufer

8) durch Erosion strukturierte Felswand am Eingang zur Weltenburger Enge

9) Weltenburger Enge

10) Weltenburger Enge, schroffe Felswand