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Kleiner Eisvogel

Der Kleine Eisvogel (Limenitis camilla) ist besonders geschützt (BArtSchV) und laut Roter Liste D gefährdet, in Bayern steht er auf der Vorwarnliste. Er ist oft am Boden anzutreffen, weil er gerne an feuchter Erde oder Kot u. ä. saugt, er besucht aber auch Blüten (Foto). Die Raupe baut im Herbst aus einem Blatt und Seide eine Tüte (Hibernarium), die sie auch am Ende eines dünnen Zweiges anspinnt, darin überwintert sie. Anfangs mißt die Raupe etwa 8 mm, sie schrumpft aber durch Austrocknen über den Winter auf etwa 3 mm. Im Frühjahr frißt sie an den ersten austreibenden Knospen und verpuppt sich Anfang Mai bis Mitte Juni an der Blattunterseite (Stürzpuppe). Etwa zwei Wochen später schlüpft der Falter.

Lebensraum: Wälder, Auwälder, auch im Bergland.

Alle erfassten Lebensräume.

Höhenverbreitung (Bayern): hauptsächlich zwischen ca. 300 - 500 m, insgesamt ca. 150 - 1200 m.

Raupenfutterpflanzen: vorzugsweise an feucht und schattig stehenden Sträuchern der Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), gelegentlich auch andere Lonicera-Arten oder an der Schneebeere (Symphoricarpos albus) [Bellmann 2003].
Flugzeit: von Mitte Juni bis Mitte August.
Flügelspannweite: 45 - 52 mm.

Raupenlängge: bis ca. 27 mm.

Raupenzeit: ab August und bis Anfang Juni des nächsten Jahes.

Überwinterungsform: die Raupe überwintert (sh. Text oben).

 

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