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Eichen-Prozessionsspinner

Der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) gehört zur Familie der Zahnspinner (Notodontidae). Er kommt weit verbreitet vor und tritt mittlerweile auch in Bayern vermehrt auf. Das Weibchen legt seine Eier (100 – 200 Stück) meist im Kronenbereich ab und tarnt sie mit Afterschuppen und einem Sekret. Die Raupen überwintern und werden im Mai aktiv. Sie halten sich in Gespinsten auf, die sie in Gruppen im „Gänsemarsch“ zur Nahrungssuche verlassen. Ab dem 3. Raupenstadium entwickeln sie Brennhaare mit Widerhaken, die ein Nesselgift enthalten. Eine Berührung der fast unsichtbaren Brennhaare führt zu heftigen Hautreaktionen. Die Brennhaare können auch leicht eingeatmet werden und dann zu asthmatischen Beschwerden führen. Darüber hinaus sind die Brennhaare lange haltbar. Nach Häutungen bleiben sie erhalten und werden dann leicht durch die Luft weiter transportiert. Die Raupen gelten außerdem als Baumschädlinge, da sie bei massenhaftem Auftreten Kahlfraß verursachen. Bei mehrjährigem Befall kann der Baum geschädigt werden.

 

Lebensraum: trockene und lichte Wälder mit Eichen, wie etwa Eichen-Hainbuchenwälder und Kiefernmischwälder, auch im Siedlungsbereich.

Raupenfutterpflanzen: hauptsächlich nur Stiel-Eiche (Quercus robur) und andere Eichen (Quercus) [Bellmann 2003].

Flugzeit:  Ende Juli bis Anfang September (die Falter leben nur ein paar Tage).

Flügelspannweite: M 25 - 32 mm, W 30 - 36 mm.

 

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