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Großer Gabelschwanz

Der Große Gabelschwanz (Cerura vinula) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae), der nur nachts fliegt. Als Falter wird er recht selten beobachtet, die ungewöhnliche Raupe ist aber an geeigneten Stellen zu finden. Die Raupe hat ein bemerkenswertes Abwehrverhalten: sie zieht den Kopf in das erste Brustsegment ein und streckt dem Feind den roten Bereich darum herum und die Scheinaugen entgegen. Außerdem kann sie, aus dem Doppelschwanz am Hinterleibsende, je einen langen, sich bewegenden roten Schlauch ausstülpen. Der Große Gabelschwanz ist regional gefährdet. Überwinterungsform ist die Puppe. Die Raupen verpuppen sich meist an der Stammbasis auf der Rinde. Sie nagen dazu eine flache Mulde und produzieren ein Gespinst, das mit Holzspänen getarnt wird.

Lebensraum: leicht feuchte, sonnige bis halbschattige Bereiche mit Vorkommen der Raupenfutterpflanzen (z.B. Waldränder, Kiesgruben und Gewässerränder).
Raupenfutterpflanzen: junge und nicht allzu hohe Zitter-Pappeln (Populus tremula) und andere  Pappeln (Populus) sowie Sal-Weiden (Salix caprea) [Bellmann 2003].
Flugzeit: Ende April bis Juli.
Flügelspannweite: 58 – 75 mm.
Die Raupen werden ca. 80 mm lang.

 

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