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Wattwurm

Der Wattwurm (Arenicola marina) gehört zu den Ringelwürmern (Annelida) und dort zur Familie der der Sandwürmer (Arenicolidae). Der Wattwurm ist in den Wattenmeeren der östlichen Atlantikregion, besonders im Wattenmeer der Nordsee, weit verbreitet. Er ist ein wichtiger Bestandteil im Ökosystem des Wattenmeers. Der Wattwurm zählt zu den bekanntesten Tieren des Watts, was an seinen im Watt überall zu sehenden charakteristischen Wurmhaufen  liegt.

 

Der rotbraune Wattwurm wird etwa 20 bis 40 cm lang und ist in der vorderen Hälfte etwa fingerdick. Das hintere Ende ist dünner, denn dort befindet sich nur der Darm. Alle anderen Organe befinden sich im vorderen Abschnitt. Wattwürmer wiegen ca. 40–50 Gramm.

 

Er gräbt 20–30 cm tiefen Röhren in U-Form im Wattenmeer. Es frisst ständig den Sand des Watts und filtert so die organischen Stoffe heraus, welche er dann verwertet. Ein einzelner Wattwurm filtert dabei 25 kg Sand jährlich und da die Wattwürmer in hoher Dichte vorkommen, werden im Lauf eiens Jahres die oberen Bodenschichten gereinigt und durchlüftet. Etwa alle 30 bis 40 Minuten kommt der Wattwurm an den Ausgang seiner Röhre und stößt den verspeisten Sand aus, der als spaghettiförmiger Sandhaufen (Wurmhaufen) den Ausgangsbereich seiner Röhre markiert.

 

Fressfeinde sind die an das Leben im Watt angepassten Vögel wie Austernfischer, Knutt oder  Alpenstrandläufer, die im Sand nach den Würmern stochern.