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Gemeiner Seestern

Der Gemeine Seestern (Asterias rubens) ist eine Art aus der Ordnung der Zangensterne (Forcipulatida). Diese Art kommt in allen europäischen Meeren außer dem Mittelmeer vor. Er lebt im Uferbereich bis in Tiefen von maximal 200 m und bevorzugt Seewasser mit einem Salzgehalt von mindestens 0,8 Prozent.

 

Der Gemeine Seestern besitzt anstelle eines Gehirns oder eines Herzens ein Nervensystem. Darüber hinaus fehlen Augen, mit denen er Objekte erkennen oder identifizieren könnte. An seinen Armspitzen befinden sich jedoch mehrere einfache Lichtsinneszellen, um Helligkeitsunterschiede in der Umgebung wahrnehmen zu können.

 

Wie die meisten Seesterne ernährt sich der Gemeine Seestern hauptsächlich von Weichtieren wie Muscheln (meist von Miesmuscheln), aber auch von Fischeiern. Er setzt sich auf die Miesmuschel, saugt sich mit seinen Saugfüßchen fest und zieht an der Schale. Die Muschel verschließt sich jedoch bei Gefahr. Dieser Kampf kann über Stunden dauern, bis die Miesmuschel ihre Schale öffnet, um frisches Wasser zum Atmen einzulassen. Der Seestern hält die Miesmuschel in dieser Position und stülpt seinen Magen, den er nach außen hervorbringen kann, in das Innere der Miesmuschel. Durch Verdauungssekrete verdaut er die Muschel in ihrer eigenen Schale, schlürft die Nahrung mit seinem Magen ein und zieht sich zurück. Daher ist er ein gefürchteter Räuber auf Miesmuschelbänken, die unter der Niedrigwasserlinie liegen.

Auf den Miesmuschelbänken, die sich im Gezeitenbereich befinden, gibt es so gut wie keine Seesterne, da sie von den Möwen wie der Silbermöwe gefressen werden.

 

{Auszug aus Wikipedia 2019]