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Eiderente

Die Eiderente (Somateria mollissima) gehört, innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae), zur Unterfamilie Anatinae und dort zur Tribus der Meerenten und Säger (Mergini). Sie ist eine große Meerente: nur etwas größer als eine Stockente, wiegt sie mit bis zu 3 kg das Doppelte. Die Eiderente kommt an den arktischen Küsten des Atlantiks und Pazifiks vor. Sie gilt in Deutschland derzeit als ungefährdet. Interessanterweise gibt es auch in Bayern vereinzelte Brutvorkommen (hier gebliebene Wintergäste?), die natürlich zur Kategorie „extrem selten“ zählen. In Europa kommt die Eiderente vor allem in Skandinavien vor. Die Brutpopulation der Nordseeküste ist wesentlich kleiner. Im Sommer sind im Wattenmeer jedoch viele nicht brütender Eiderenten zu sehen. Im Spätsommer kommen auch noch viele Mauservögeln dazu. Mittlerweile nutzen die Eiderenten auch einige größere Alpenseen für ihre Mauser (z.B. Bodensee). Manche Populationen der Eiderenten ziehen überhaupt nicht, aber die meisten ziehen in ein Überwinterungsquartier, wobei überwiegend nur kurze Strecken zurückgelegt werden.

Die Eiderente kann gut tauchen, sie lebt überwiegend von Muscheln, außerdem frisst sie Schnecken, Krebstiere und Fische.

Eiderenten brüten so weit von der Küste entfernt, dass keine Gefahr für das Nest durch Hochwasser besteht. Das Weibchen legt zwischen April und Mai, meist vier bis sechs grünlich-graue Eier in die mit Bauchdaunen ausgepolsterte Nistmulde. Die Brutdauer beträgt ca. 3 – 4 Wochen.
Die Jungvögel sind Nestflüchter, sie werden von ihrer Mutter zum Meer geführt und ca. 9 bis 10 Wochen betreut. Ihre Nahrung suchen sie von Anfang an meist selbst.

Die Eiderenten-Daunen sind ein begehrtes Material, da sie eine besonders hohe Wärmespeicherkapazität haben. Dafür werden normalerweise die Daunen aus den Nestern eingesammelt, natürlich erst wenn die Jungvögel das Nest verlassen haben.