Bitte halten Sie Ihr Smartphone quer
oder ziehen Sie das Fenster breiter,
um Bilder anzuzeigen und zu zoomen.
Danke.

Schnatterente

Die Schnatterente (Anas strepera) gehört zu Familie der Entenvögel (Anatidae), zur Unterfamilie der Echten Enten (Anatinae), zur Tribus der Gründelenten (Anatini) und zur Gattung Mareca. Das Vorkommen erstreckt sich lückenhaft von Süd- und Westeuropa über Südskandinavien und Mitteleuropa bis Zentralasien und lückenhaft bis nach China und Nordamerika. Schnatterenten brüten überwiegend in Teilen Mittel- und Osteuropas. Die Schnatterente ist im gesamten mitteleuropäischen Gebiet ein nicht sehr häufiger Brut- und Jahresvogel. Sie ist außerdem ein regelmäßiger und zum Teil häufiger Durchzieher auf ihrem Zug in die Überwinterungsquartiere und zurück. Auch in Deutschland ist die Schnatterente ein regelmäßiger Brutvogel, in Bayern nur vereinzelt. Die mittel- und westeuropäischen Brutvögel überwintern in Westeuropa, z.B. in der Camargue. Auf bayerischen Gewässern gibt es außerdem viele Wintergäste und Durchzügler.

 

Die Schnatterente bevorzugt vegetations- und nährstoffreiche Feuchtgebiete. Sie mag sowohl flache Süß- als auch Brackwasser. Das schlammige Wasser der Uferzonen durchschnattert sie gerne mit ihrem Schnabel; sie gründelt eher selten. Sie ernährt sich überwiegend vegetarisch, von Wasserpflanzen, Gräsern, Sämereien und Wurzeln; ab und zu aber auch von Käfern, Insekten, Weichtieren oder kleinen Fischen.

 

Das Nest wird immer auf einer trockenen Unterlage errichtet, gerne auf einer Insel in unmittelbarer Gewässernähe. Das einfache, schalenförmiges Gebilde, wird vom Weibchen mit Pflanzenmaterial aus der unmittelbaren Umgebung errichtet. Es wird mit Dunenfedern ausgepolstert. Das Weibchen legt 8 - 12 Eier die 25 bis 27 Tage bebrütet werden. Die Jungvögel sind Nestflüchter und sofort schwimmfähig. Sie werden allein vom Weibchen betreut. Nach 7 Wochen sind sie flügge.

 

Größe / Flügelspannweite: 46 - 56 cm/ 78 - 90 cm.

Lebensraum: vegetationsreiche Feuchtgebiete, sowohl flache Süß- als auch Brackwasser.

Nahrung: Wasserpflanzen, Gräser, Samen, Wurzeln, auch Käfer, Insekten, Weichtiere, kleine Fische.

Brutpaare D / BY: 9,5 - 12,5 Tsd.[NABU/DDA/BfN 2019] /  440 - 700  [LfU 2016].

Trend D (1992-2016): zunehmend [DDA/BfN 2019].

Trend BY (1985-max.2015): zunehmend [LfU 2016].

Individuen D (2011-2016): Winter: 33 Tsd. Herbst 55 Tsd. [DDA/BfN 2019]

Winter/Durchzug BY* (2014/2015): Jul 794 Aug 483, Sep 12.160, Okt 8.023, Nov 12.449,

   Dez 8.418, Jan 7.389 , Feb 5.207, Mrz 3.853, Apr 1.846, Mai 245, Jun 1.273 [LfU 2016].

Trend D (1992-2016) Herbst: abnehmend [DDA/BfN 2019].

Gefährdung D / BY: ungefährdet [NABU 2016] / ungefährdet [LfU 2016].

Anwesenheit in D / BY: März bis Oktober.

 

*) aus Wasservogelzählung (2014/2015) [LfU 2016]

 

Großformatfoto
Großformatfoto 2

 

 

 

 

Quellen

.