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Kolbenente

Die Kolbenente (Netta rufina) gehört zur Familie der Entenvögel (Anatidae), zur Unterfamilie der Echten Enten (Anatinae), zum Tribus der Tauchenten (Aythyini) und zur Gattung Netta. Die Verbreitungsschwerpunkte der Kolbenente liegt in Mittelasien bis Nordwestchina, im westlichen Europa brütet sie nur inselartig. Die Kolbenente ist eine in Mitteleuropa nur selten brütende Entenart. Bekannte Brutgebiete sind der Bodensee, der Starnberger See, das Ismaninger Teichgebiet sowie die Innstauseen. Sie überwintert im Mittelmeerraum, aber auch in größerer Zahl hierzulande z. B. auf bayerischen Gewässern (u.a. Bodensee). Die Kolbenente gilt als ungefährdet. Aufgrund ihrer Nahrungsspezialisierung und der Beschränkung auf wenige Brutgebiete ist die Kolbenente in Mitteleuropa potenziell gefährdet.

 

Die Kolbenente bevorzugt große flache, saubere Binnenlandseen mit reicher Unterwasser- und Ufervegetation, auch Brackwasserlagunen. Die Kolbenente ernährt sich sehr spezifisch von Armleuchteralgen und bestimmten anderen Wasserpflanzen z.B. Laichkräutern. Obwohl zu den Tauchenten gehörend, gründelt die Kolbenente auch gerne.

 

Das Erscheinungsbild des Männchen im Prachtkleid, mit rostrotem Kopfgefieder und lackrotem Schnabel, ist besonders beeindruckend. Im Schlichtkleid unterscheidet sich das Männchen, abgesehen von seinem roten Schnabel, kaum vom Weibchen.

 

Das Nest wird nahe der Uferregion in der dichten Vegetation angelegt. Die Eiablage beginnt in Mitteleuropa Ende April/Anfang Mai. Es kommt vor, dass zwei Weibchen ein Nest nutzen. Das Weibchen legt 6 - 12 Eier, die es ca. 26 Tage bebrütet. Es brütet nur das Weibchen. Das Männchen bleibt in der Nähe und bewacht das Nest während der Brutpausen. Die Jungen sind Nestflüchter und werden nach 45 - 50 Tagen flügge.

 

Größe / Flügelspannweite: 53 - 57 cm / 85 - 90 cm.

Lebensraum: große flache saubere Binnenlandseen mit reicher Unterwasser- und Ufervegetation,

  auch in Brackwasserlagunen.

Nahrung: Armleuchteralgen und bestimmte anderen Wasserpflanzen z.B. Laichkräuter.

Brutpaare D / BY: 1000 - 1100    [NABU/DDA/BfN 2019] / 300 - 410  [LfU 2016].

Trend D (1992-2016): zunehmend [DDA/BfN 2019].

Trend BY (1985-max.2015):  zunehmend [LfU 2016].

Winter/Durchzug D / BY: Winter: 13,5 Tsd. / Herbst 18 Tsd. [DDA/BfN 2019] / 3 - 8 Tsd. [LfU 2018]  .

Trend Winter/Durchzug D : stark zunehmend [DDA/BfN 2019].

Individuen BY* (2014/2015): Jul 824  Aug 1.778, Sep 10.072, Okt 3.376, Nov 1.123,

   Dez 1.099, Jan 489, Feb 398, Mrz 1.465, Apr 997, Mai 130, Jun 130  ([LfU 2016].

Gefährdung D  / BY: ungefährdet [NABU 2016] / ungefährdet  [LfU 2016].

Anwesenheit in D / BY: ganzjährig (entweder im Brutlebensraum oder im Überwinterungsraum).

 

*) aus Wasservogelzählung (2014/2015) [LfU 2016]

 

Großformatfoto

 

 

Quellen