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Austernfischer

Die Familie der Austernfischer (Haematopodidae) gehört zur Ordnung der Regenpfeiferartigen (Charadriiformes), auch Limikolen genannt. Die Familie umfasst 12 Arten, die an den Küsten aller Kontinente verbreitet sind. In Europa und Deutschland ist als einzige Art der Austernfischer (Haematopus ostralegus) heimisch. In Deutschland brütet er vor allem an den Küsten und entlang der Flüsse auch im Binnenland. West- und nordeuropäische Populationen überwintern überwiegend im Wattenmeer, an den Küsten Westeuropas und Afrikas. Sie bilden große Rastansammlungen im Winter.

 

Der Austernfischer brütet vor allem in vegetationsarmen, offenen Flächen an den Küsten, aber vereinzelt auch in Feuchtwiesen im Binnenland. Er ernährt sich vor allem von Ringelwürmern, Krebs- und Muscheltieren und Insekten und deren Larven. Seltener frisst er kleine Fische oder Eier anderer Schnepfenvögel.

 

Das Äußere des Auternfischers ist unverwechselbar: die roten Beine, ein langer roter Schnabel und die roten Augen machen ihn einzigartig. Das Gefieder ist kontrastreich schwarz und weiß gefärbt. Sein Name ist etwas irreführend: Weder frisst er häufig Austern, noch fischt er.

 

Austernfischer leben in Monogamie und sind außerordentlich standorttreu. Das Männchen krazt mehrere Nistmulden aus, von denen dann das Weibchen eine auswählt. Das Gelege umfasst meist 1 - 4 Eier, die 24 - 39 Tage von beiden Elternvöeln bebrütet werden. Die Jungen haben ein graubraunes Daunenkleid mit dunklen Flecken, so dass sie im Kies oder Sand schwer zu erkennen sind. Sie sind Nestflüchter, werden aber trotzdem mehrere Wochen von den Eltern gefüttert. Insgesamt bleiben die Jungen bis zu sechs Monate bei den Eltern; flügge sind sie nach 33 bis 49 Tagen.

 

Größe / Spannweite: ca. 39 – 44 cm / ca. 85 cm.

Lebensraum: vegetationsarme, offene Flächen an den Küsten, auch Feuchtwiesen im Binnenland.

Nahrung: Meist Ringelwürmer, Krebse, Muscheltiere, Insekten und deren Larven;

  seltener Fische oder Eier anderer Schnepfenvögel.

Brutpaare D: 21 - 27 Tsd. (2011-2016) [NABU/DDA/BfN 2019].

Trend D (1992-2016): gleichbleibend  [DDA/BfN 2019].

Winter / Herbst D (2011-2016)  195 Tsd. / 210 Tsd. [DDA/BfN 2019].

Trend Winter / Herbst D (1992-2016) abnehmend  [DDA/BfN 2019].

Gefährdung D: ungefährdet  [NABU 2016].

Anwesenheit in D: ganzjährig zu beobachten.

 

 

 

 

Quellen