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Thymian-Ameisenbläuling

Der sehr seltene Thymian-Ameisenbläuling (Phengaris arion, syn. Glaucopsyche arion, Maculinea arion), auch Quendel-Ameisenbläuling oder Schwarzgefleckter Bläuling genannt, hat eine besonders spannende Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Falter. Die ein paar Wochen alten Raupen werden von bestimmten Knotenameisen (Myrmicinae) „adoptiert“ und ins Nest geschleppt (siehe bei Ameisenbläulinge). Der Thymian-Ameisenbläuling ist streng geschützt (BArtSchV) und gilt laut Roter Liste D als gefährdet, in Bayern ist er inzwischen (2016) stark gefährdet.

Lebensraum: Magerrasen, auch auf alpinen Rasen, mit Thymian (Thymus), bei gleichzeitigem Vorkommen bestimmter Knotenameisen (z.B. Myrmica sabuleti und Myrmica schencki). Auch im alpinen bereich bie ca. 2200 m.

Alle erfassten Lebensräume.

Höhenverbreitung (Bayern): von ca. 100 - 2000 m, Schwerpunkt bei 350 - 600 m (z. B. Frankenalb) und 1000 - 1600 m (Alpen).
Raupennahrung: Thymiane (Thymus), insbesondere Breitblättriger Thymian (Thymus pulegioides) und  Oregano (Origanum vulgare) [lfu.bayern.de 2017].

Nach der „Adoption“ durch die Ameisen: räuberisch von Ameiseneiern und -larven.
Flugzeit von Juli bis August.
Flügelspannweite: 33 - 42 mm (!).

Überwinterungsform: die Raupe überwintert im Nest der Wirtsameisen.

 

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