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Trauermantel

Der meist seltene Trauermantel (Nymphalis antiopa) gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und zur Unterfamilie der Fleckenfalter (Nymphalinae). Das Vorkommen des Trauermantels ist stark rückläufig, er steht in Deutschland auf der Vorwarnliste bedrohter Tagfalter, ist aber wohl mittlerweile als gefährdet einzustufen [www.pyrgus.de]. In Bayern gilt er inzwischen (2016) ebenfalls als gefährdet. Bis Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts war der Trauermantel in vielen Gebieten Deutschlands heimisch und kam häufig vor. Die Ursachen für sein Verschwinden sind wohl vielfältig, eine Rolle spielen u.a. vermutlich: die Klimaerwärmung, die Zerstörung von Larvalhabitaten und Überwinterungsplätzen durch „Säuberung“ von Wäldern und Waldrändern (Entfernung von aufwachsenden Weiden und Birken sowie von Totholz und Reisighaufen) und evtl. auch das vermehrte Auftreten von Parasitoiden. Der Trauermantel überwintert als Falter, z.B. in Baumhöhlen oder Reisighaufen. Er gilt als Wanderfalter, breitet sich dadurch aber kaum weiter aus. Der Falter saugt überwiegend an Baumsäften und Fallobst, selten an Blüten. Nur im Frühjahr findet man ihn öfter an Weidenblüten.

Lebensraum: weitläufige, vielfältige Wälder, vor allem im kühl-feuchten (Vor-) Gebirgsbereich.

Alle erfassten Lebensräume.

Höhenverbreitung (Bayern): von der Ebene bis ca. 1000 m, Schwerpunkt zwischen 300 - 800 m, vereinzelte Falter bis ca. 1700 m.
Raupenfutterpflanzen: vor allem Hänge-Birke (Betula pendula) und Salweide (Salix caprea), sowie andere breitblättrige Weidenarten [Bellmann 2003].
Flugzeit: eine Generationen, Flugzeit etwa ab Ende Juli bis September und nach der Überwinterung von April bis Juni.
Raupenzeit: Juni bis August.
Flügelspannweite: 55 - 75 mm.

Überwinterung: der Falter überwintert.

 

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