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Goldaugenbremse

Die Goldaugenbremse (Chrysops relictus) ist eine parasitäre, blutsaugende Fliegenart aus der Familie der Bremsen (Tabanidae). Sie kommt in Europa weit verbreitet und häufig vor. Der Stich des Weibchens ist sofort schmerzhaft spürbar, denn es reißt mit seinen Mundwerkzeugen eine offene Wunde in die Haut, spritzt ein gerinnungshemmendes Sekret ein und saugt dann das austretende Blut auf. Das Weibchen legt ihre Eier in stehenden Gewässern ab, die Larven leben räuberisch von anderen Insekten und deren Larven.

 

Die Goldaugenbremse spielt eine große Rolle bei der Übertragung von Francisella tularensis, dem Erreger der Tularämie. Das ist eine häufig tödlich verlaufende ansteckende Erkrankung bei frei lebenden Nagetieren und Hasenartigen. Das Beschwerdebild ähnelt dem der Pest. Die Erkrankung kann auf den Menschen übertragen werden und ist meldepflichtig.

 

Lebensraum: gerne in feuchten Wiesen und Mooren, aber auch in trockenen Gebieten und an Waldrändern anzutreffen; vom Flachland bis ins Gebirge.
Nahrung: Weibchen: Blut (hämatophager Parasit), Männchen: Pollen und Nektar.
Körperlänge: 9 – 14 mm.
Vorkommen: ca. Mai bis August.