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Seehund

Der Seehund (Phoca vitulina) ist eine in allen nördlich-gemäßigten Meeren verbreitete Robbe aus der Familie der Hundsrobben (Phocidae), die auch an den deutschen Nordseeküsten nicht selten ist. Bei uns kommt die Unterart Europäischer Seehund (Phoca vitulina vitulina) vor. Nachdem der Seehund durch Bejagung fast ausgerottet war, haben sich die Bestände inzwischen, durch Jagdverbote und besseren Umweltschutz, deutlich erholt. Einen schweren Rückschlag gab es allerdings Ende der 80er Jahre, durch eine Seuche (PDV), bei der mehr als die Hälfte der Tiere starben. An den Ostseeküsten ist der Seehund dagegen sehr selten. Insgesamt gilt der Seehund, laut Roter Liste für Deutschland, als gefährdet.

Seehunde sind, im Vergleich zu den anderen an deutschen Küsten verbreiteten Robben, den Kegelrobben, kleine und schlanke Robben (die Männchen wiegen ca. 150 kg, die Weibchen ca. 100 kg). Von der Kegelrobbe unterscheiden sie sich u.a. durch ihren rundlichen Kopf. Seehunde ernähren sich von Fischen, Muscheln und Krabben. Die Paarungszeit der Seehunde ist der Hochsommer, die Weibchen bringen ihre Jungen an geschützten Klippen oder Sandbänken bei Niedrigwasser zur Welt. Beim nächsten Hochwasser müssen die Jungen schon schwimmen können.