Bitte halten Sie Ihr Smartphone quer
oder ziehen Sie das Fenster breiter.
Danke.

Grauerlengebüsch, Grauerlenwald

Auf feinsedimentreichen Ablagerungen  und selten überschwemmten Standorten werden in ökologisch intakten Wildflussauen die Weiden-/Tamarisken-Pioniergebüsche von dichten Grauerlenbeständen abgelöst. Nach den Flussregulierungen der Alpenflüsse konnten sich die Grauerlengebüsche (-wälder) zunächst auf ursprüngliche Pionierstandorte ausbreiten. Allerdings kommt es heute bei dauerhaftem Ausbleiben von Überschwemmungen nach der Wildflussverbauung zu einer zunehmenden Degradierung der Grauerlenwälder. (Vgl. Müller, N. (1991): Der Lech. Wandel einer Wildflusslandschaft (Augsburger Ökologische Schriften 2). 

Die traditionelle „Niederwaldnutzung“ der Grauerlenbestände waren lokale Kahlschläge mit folgendem Stockausschlag. Sie wird heute nur noch selten, aber seit einigen Jahren aus landschaftspflegerischen und ökologischen Gründen im Naturschutz- und FFH-Gebiet „Stadtwald Augsburg“ wieder durchgeführt.

 

  1. Grauerlenbestände am Tiroler Lech (bei Vorderhornbach)
  2. Grauerlenbestände am Tiroler Lech (bei Rieden)
  3. Grauerlenwald im Zwickel von Lech und Vils
  4. Grauerlenwald am Lech (bei Staustufe 19)
  5. Grauerlenwald am Lech im „Stadtwald Augsburg“ 
    5a Grauerlenwald am Lech im „Stadtwald Augsburg“ mit alter Flussrinne
  6. Grauerlenwald am Lech in Höhe Langweid
  7. Grauerlenwald am Lech in Höhe Ellgau
  8. Grauerlenwald an der Donau bei Marxheim
  9. Grauerlenwald an der Donau bei Rennertshofen
  10. Degradierter Auwald (ursprünglich Grauerlenwald) im „Stadtwald Augsburg“
  11. Niederwaldnutzung im „Stadtwald Augsburg“

Flussbegleitende Grauerlenwälder gelten generell als sehr artenreich (siehe auch Auwald/Weichholzauen). Sie sind aber, von ihren Rändern, Lichtungen und insbesondere von Flächen mit „Niederwaldnutzung“ abgesehen, keine typischen Habitate für Tagfalter und Heuschrecken.

 

Angetroffene Tagfalterarten (vor allem auf Lichtungen und Flächen mit „Niederwaldnutzung“):

Kaisermantel (Argynnis paphia)

Kleiner Fuchs (Aglais urticae)

Tagpfauenauge (Inachis io)

Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae)

Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus)

Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus)

Großer Schillerfalter (Apatura iris)

Kleiner Schillerfalter (Apatura ilia)

Waldbrettspiel (Pararge aegeria)

Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)

Tintenfleck-Weißling (Leptidea sinapis sive reali)

Weißbindiges Wiesenvögelchen (Coenonympha arcania)

Gelbringfalter (Lopinga achine)

 

Angetroffene Heuschreckenarten (vor allem auf Lichtungen und Flächen mit „Niederwaldnutzung“):

Roesels Beißschrecke (Metrioptera roeselii)

Rote Keulenschrecke (Gomphocerippus rufus)

Gemeine Sichelschrecke (Phanoptera falcata)

Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)