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Chileflamingo

Der Chileflamingo (Phoenicopterus chilensis) ist die häufigste der drei in Südamerika vorkommenden Flamingo-Arten. Er ist etwa 120 bis 140 cm groß,  davon sind 40 – 50 cm Beine. Ein eindeutiges Artkennzeichen sind die kräftig rot gefärbten Gelenke. Der Chileflamingo kommt in weiten Teilen Südamerikas vor. Er ist auch gegenüber tiefen Temperaturen relativ unempfindlich. Sein Gesamtbestand ist leider zurückgehend, was sich auch in  der Einstufung der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) wiederspiegelt, er gilt  als „der Gefährdung nahe“ (Stand 2004).

 

In Europa und speziell in Deutschland gibt es aus Tierhaltungen entflogene Vögel, die inzwischen teilweise Kolonien gebildet haben und erfolgreich brüten (z.B. Zwillbrocker Venn in NRW). In Bayern ist der Chileflamingo als Neobiota eine Ausnahmeerscheinung, aber auch hier gibt es erste Bruterfolge (siehe bei http://www.otus-bayern.de). Vereinzelte Exemplare sind manchmal auch auf anderen Gewässern zu finden. In seiner Heimat Chile ist er, z.B. in den Anden, an tiefe Temperaturen gewöhnt. Bei uns überwintern Chileflamingos gerne in eisfreien Gewässern, z.B. im Rheindelta.

 

Lebensraum des Chileflamingos sind ausgedehnte, flache Gewässer mit schlammigen Uferzonen. Er brütet meist in größeren Kolonien mit Artgenossen, aber auch zusammen mit anderen Flamingoarten. Der Chileflamingo ernährt sich von kleinen Krebsen, Insekten, Mollusken und Algen vom Gewässerboden, die mit Hilfe seines Seihschnabels aufgenommen werden.