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Zwergschnepfe

Die nur etwa lerchengroße Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus) gehört zur Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae). Da sie sehr gut getarnt ist und sich gerne in der Vegetation versteckt aufhält, ist sie schwer zu entdecken. Sie fliegt auch erst auf, wenn man ihr sehr nahe kommt. Deshalb sind auch ihre Bestandszahlen nicht genau bekannt. Die Zwergschnepfe brütet in der borealen (kaltgemäßigten Klimazone) und subborealen Zone von Nordost-Europa bis Ostsibirien. Die Vögel aus Nordost-Europa überwintern in Süd- und Westeuropa. In Deutschland ist sie gelegentlich als Durchzügler zu beobachten (z.B. Rieselfelder bei Münster), einzelne Vögel überwintern auch bei uns. Laut IUCN gilt die Zwergschnepfe derzeit, global betrachtet, als ungefährdet („least concern“).

Der Lebensraum der Zwergschnepfe sind große Moore und nasse Wiesen, auf dem Zug u.a. auch Verlandungszonen und Schlickflächen. Sie ernährt sich von Insekten und wirbellosen Kleintieren, gelegentlich von Pflanzensamen. Die Zwergschnepfe gilt als eine vom Klimawandel besonders betroffene Art.