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Eisvogel

Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist nur wenig größer als ein Haussperling, aber sein Erscheinungsbild ist besonders faszinierend. Sein leuchtendes Gefieder macht ihn unverwechselbar, auch wenn wir ihn nur kurz, im schnellen Flug über einem Gewässer, beobachten können. Deshalb wird er zurecht auch als „fliegender Edelstein“ bezeichnet.

Der Eisvogel lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand. Er benötigt Sitzwarten für seine typische Jagdmethode, das Stoßtauchen. Hierbei fängt er kleine Fische, Wasserinsekten, Kleinkrebse und Kaulquappen. Die Gewässer müssen außerdem noch Steilufer aufweisen, damit er eine Bruthöhle graben kann. Das bis zu 1 m lange Bauwerk besteht aus einer schmalen Röhre und einer anschließenden Bruthöhle. Dort werden die Eier abgelegt und von beiden Elternteilen etwa 3 Wochen bebrütet. Nach weiteren 3 bis 4 Wochen fliegen die Jungvögel aus.

Der Eisvogel ist bei uns weitgehend Standvogel und bleibt seinem Revier treu. Nur die Jungvögel suchen sich ein neues Revier. Strenge Winter können zu großen Verlusten führen, wenn alle Fischgewässer zugefroren sind. Solche Verluste werden aber normalerweise in den nächsten Jahren wieder ausgeglichen. Der Eisvogel ist in Deutschland eine streng geschützte Art.

Das Männchen hat einen schwarzen Schnabel, der an der Unterseite leicht aufgehellt sein kann, das Weibchen hat einen orangefarbenen Unterschnabel. Beim Männchen hat das Gefieder der Oberseite meist einen blauen Grundton, das Weibchen ist oberseits eher blaugrün gefärbt. Die Jungvögel haben oberseits dunkelbraun gefärbte Füße und der Schnabel zeigt einen hellen Fleck an der Spitze.

Der Eisvogel ist laut Roter Liste D (2007) ungefährdet, in Bayern steht er in der Vorwarnliste bedrohter Arten.