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Kormoran

Der Kormoran (Phalacrocorax carbo) ist lückenhaft von Westeuropa bis Ostasien verbreitet. Er brütet in Deutschland in größerer Zahl, in Bayern in kleinerer Zahl. Im Winter kommen in Bayern viele Durchzügler und Wintergäste dazu. Im 19. und frühen 20. Jh. wurde der Kormoran stark verfolgt, was zu seiner fast vollständigen Vertreibung bzw. Ausrottung in Mitteleuropa führte. Seit 1980 ist der Kormoran in allen Ländern der EU durch die Vogelschutzrichtlinie geschützt. Der Kormoran gilt laut Roter Liste D (2007) als ungefährdet, in Bayern steht er auf der Vorwarnliste bedrohter Arten.

Der Kormoran etwa 75 bis 95 cm lang, seine Flügelspannweite beträgt ca. 120 bis 150 cm. Sein Lebensraum sind sowohl Meeresküsten als auch größere Flüsse und Seen. Er ist verbreitet und relativ häufig zu beobachten, wenn auch meist aus größerer Entfernung. Kormorane brüten im Binnenland meist auf hohen Bäumen. Im Winter ziehen sie oft südwärts.

Der Kormoran ernährt sich fast ausschließlich von kleinen bis mittelgroßen Fischen. Er benötigt 300 g Fisch (während der Brutzeit 500 g) pro Tag. Die Jagd erfolgt tauchend, wobei er bis zu einer Minute unter Wasser ist, üblicherweise in Tiefen von 1 – 3 m (er kann aber auch deutlich tiefer tauchen). Die Fische werden mit dem Hakenschnabel gepackt. Um sein Gefieder zu trocknen (das nicht ganz so wasserabweisend ist wie etwa bei den Tauchenten) breitet der Kormoran seine Flügeln aus.