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Seidenschwänze

Der Seidenschwanz (Bombycilla garrulus) ist in Europa der einzige Vertreter der gleichnamigen Familie (Bombycillidae). Er ist etwa starengroß und in Deutschland nur als Wintergast anzutreffen, denn seine Brutgebiete liegen (in Europa) in der Taiga, im nördlichen Skandinavien. Als Teilzieher oder sog. Invasionsvogel sind seine Zugbewegungen und die Zugstrecke von den winterlichen Verhältnissen und dem Nahrungsangebot abhängig. Nach Bayern kommt er normalerweise eher selten, es gibt aber Jahre, in denen ein verstärkter Einflug der Seidenschwänze zu beobachten ist.

Sein Brutlebensraum sind meist lockere, unterholzreiche Mischwaldbestände, sehr häufig in Gewässernähe. Zur Brutzeit ernährt sich der Seidenschwanz von Insekten, im Herbst und Winter hauptsächlich von Beeren (Eberesche, Wacholder, Mistel, Schneeball, Liguster und Weißdorn).

Der Seidenschwanz ist ein geselliger Vogel und bei uns meist in kleineren oder größeren Gruppen unterwegs, manchmal sind es mehrere Dutzend Vögel. Interessant ist auch, dass man das Balzritual, bei dem das Männchen dem Weibchen Geschenke (Beeren, Aststückchen) überreicht, gelegentlich auch schon im Winter beobachten kann (sh. Foto).