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Flusskrebse

Die Überfamilie der Flusskrebse (Astacoidea) gehört zur Klasse der Höheren Krebse (Malacostraca). Zu ihr gehören u.a. die heimischen Arten Edelkrebs oder Europäischer Flusskrebs (Astacus astacus) und Stein- oder Bachkrebs (Austropotamobius torrentium), sowie der Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus), ein Neozoon aus Nordamerika und der (Europäische) Sumpfkrebs (Astacus leptodactylus), der ursprünglich nur im Einzugsgebiet des Schwarzen und des Kaspischen Meeres beheimatet war.

Flusskrebse sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie reagieren sensibel auf Verunreinigungen ihres Lebensraums und sind daher ein Indikator für die biologische Wasserqualität.

Der Signalkrebs ist leider ein Beispiel für die Probleme die das Einsetzen von Neozoa meist mit sich bringen:

„Ursprünglich stammt der Signalkrebs aus dem Gebiet westlich der Rocky Mountains in Nordamerika. Um 1960 wurde jedoch die Population des in Europa heimischen Edelkrebses durch die Krebspest stark dezimiert. Daraufhin wurde der Signalkrebs in Europa als Neozoon eingeführt, um die Lücke im Ökosystem zu füllen, da man annahm, er sei gegen die Krebspest immun. Er erwies sich zwar tatsächlich als resistent, stellte sich aber selbst als Überträger heraus. So können sich Edelkrebsbestände nur sehr schwer erholen, da die Tiere weiterhin noch erkranken können, und zudem von den unempfindlicheren Signalkrebsen verdrängt werden.“ [http://de.wikipedia.org/wiki/Signalkrebs, 2013]

Ähnlich ist es beim Sumpfkrebs, der im Einzugsgebiet des Schwarzen und des Kaspischen Meeres beheimatet ist. Auch ihn hat man eingesetzt, in der Hoffnung, dass er gegen die Krebspest immun sei, was sich aber als Irrtum herausstellte. Zusätzlich besteht jetzt die Gefahr, dass er den heimischen Edelkrebs noch weiter verdrängt.
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    Edelkrebs
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    Steinkrebs
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    Signalkrebs
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    Sumpfkrebs