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Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Der seltene Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous, syn. Glaucopsyche nausithous, Maculinea nausithous), auch Schwarzblauer Bläuling oder Schwarzblauer Moorbläuling genannt, ist streng geschützt (BArtSchV) und gilt laut Roter Liste D, ebenso wie in Bayern, als gefährdet. Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling hat eine erstaunliche symbiotische Beziehung zu bestimmten Kontenameisen, z.B. der Roten Knotenameise (Myrmica rubra): Die Raupe lässt nach ein paar Wochen von der Blüte des Großen Wiesenknopfs (Sanguisorba officinalis) zu Boden fallen und wird dann von den Ameisen „adoptiert“ und in den Ameisenbau gebracht (siehe bei Ameisenbläulinge).

Lebensraum: Feuchtwiesen (auch weniger feuchte Wiesen), mit Großem Wiesenknopf, bei gleichzeitigem Vorkommen bestimmter Knotenameisen (Myrmicinae).

Alle erfassten Lebensräume.

Höhenverbreitung (Bayern): hauptsächlich zwischen ca. 300 - 900 m, Schwerpunkt um 400 m.
Raupenfutterpflanzen: die Blüten des Großen Wiesenknopfs (Sanguisorba officinalis), nach ein paar Wochen räuberisch von Ameisenbrut, aber auch Fütterung durch die Ameisen.
Flugzeit: von Mitte Juni bis Mitte August.
Flügelspannweite: 28 - 33 mm.

Überwinterungsform: die Raupe überwintert im Nest bestimmter Ameisen.

 

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