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Großer Eisvogel

Der seltene Große Eisvogel (Limenitis populi) ist besonders geschützt (BArtSchV) und gilt laut Roter Liste D, ebenso wie in Bayern, als stark gefährdet. Der Große Eisvogel ist einer der größten Tagfalter in Deutschland. Der Falter saugt zur Mineralienaufnahme an feuchten Bodenstellen, Kot oder Baumsäften, Blüten werden nicht aufgesucht. Meist sind nur die Männchen zu beobachten, denn die Weibchen halten sich überwiegend in den Baumkronen auf.

Die noch ganz kleine Raupe fertigt, schon im Spätsommer, aus einem ausgeschnittenen und zusammengerollten Blatt, ihr Winternest (Hibernaculum oder Hibernarium)). Darin überdauert sie die kalte Jahreszeit und kommt im zeitigen Frühjahr wieder heraus. Die Raupe frisst dann an Blattknospen und jungen Blättern und verpuppt sich schließlich im Juni in einem leicht eingesponnenen Blatt. Nach etwa zwei Wochen schlüpft der Falter.

Lebensraum: lichte Wälder mit Pappeln, vorzugsweise im Vorwaldstadium.

Höhenverbreitung (Bayern): hauptsächlich zwischen ca. 200 - 700 m, abnehmed bis ca. 1100 m.
Raupenfutterpflanze: vorzugsweise Zitter-Pappel (Populus tremula) gelegentlich andere Pappelarten [Bellmann 2003].
Flugzeit: von Mitte Juni bis Ende Juli.
Flügelspannweite: 70 - 75 mm.

Überwinterungsform: die Raupe überwintert (sh. Text oben).


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