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Karstweißling

Der Karstweißling (Pieris mannii)  ist im westlichen Mittelmeergebiet heimisch, er hat sein Verbreitungsgebiet aber in den letzten Jahren nach Norden erweitert. Vermutlich vom Norden/Nordwesten der Schweiz her kommend, wurde er inzwischen auch in Baden Württemberg und Bayern beobachtet. Da die Unterscheidung vom Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) als Falter schwierig ist, kann er sich unbemerkt schon länger bei uns aufhalten. Als Raupe (L1/L2) ist die Unterscheidung durch die dunkle Kopfkapsel einfach möglich.

 

Lebensraum: trockene und warme felsige Gebiete, z.B. Karstflächen, bis über 1000 m, aber auch im Flachland (gerne in Steingärten).

Höhenverbreitung (Bayern): soweit bisher bekannt: zwischen ca. 400 - 500 m.
Raupenfutterpflanzen: im Süddeutschland hauptsächlich Schleifenblumen (Iberis).
Flugzeit: je nach Höhenlage und Klima in zwei bis fünf Generationen pro Jahr, ca. von Ende April bis Anfang Oktober.
Flügelspannweite: 40 bis 46 mm.
Überwinterungsform: unklar ist, in welchem Stadium die Überwinterung erfolgt und ob die Raupen oder Puppen auch strengen Frost überleben. Angeblich sollen die Raupen Frost bis minus 8 Grad überleben. In einem milden Winter wurden in Augsburg noch im Januar Raupen an Immergrüner Schleifenblume (Iberis sempervirens) gefunden.

 

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