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Gämse

Die Gämse (Rupicapra rupicapra) ist eine in Europa und Kleinasien beheimatete Art aus der Unterfamilie der Ziegenartigen (Caprinae). Sie lebt (u.a.) im gesamten Alpenraum und hält sich gerne im oberen Waldgürtel auf. Im Sommer oder wenn sie häufig gestört wird, steigt sie höher. Im Winter zieht sie wieder tiefer, bis in die Wälder hinab. Eine erwachsene Gämse hat eine Kopfrumpflänge von etwa 120 cm und eine Schulterhöhe ca. 75 cm. Sie wiegt zwischen 30 und 50 Kg. Die Gämse ist ein ausgesprochen guter Kletterer und kann sich auch in steilem Gelände sicher bewegen. In schneereichen Wintern fallen die Tiere allerdings oft abgehenden Lawinen zum Opfer. Gämsen ernähren sich hauptsächlich von Gras, Kräuter, jungen Trieben, Rinde, Moos und Flechten.

Die Gämse zählt noch nicht zu den bedrohten Arten, sie ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen.

Eine Gämsenherde setzt sich aus bis zu 30 Weibchen und Jungtieren zusammen. Die Männchen leben meist einzelgängerisch und suchen die Nähe zu den Geißen nur während der Paarungszeit. Dabei kommt es oft zu gefährlichen Kämpfen zwischen rivalisierenden Männchen. Die Fortpflanzungszeit erstreckt sich über die Monate Oktober bis Dezember. Das Weibchen bringt im Frühjahr oder im Frühsommer meist nur ein Junges zur Welt. Nach ein paar Tagen schließen sich Mutter und Jungtier wieder der Herde an.