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Gold-Dickkopffalter

Der Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola), auch Schwarzfleckiger Golddickkopffalter genannt, ist ein Schmetterling aus der Familie der Dickkopffalter (Hesperiidae). Das Artepitheton silvicola (lat.) steht für Bewohner der Wälder. Die Art ist in Europa nur im Nordosten verbreitet und streift dabei auch Deutschland.

 

In Deutschland ist er ein Bewohner lichter Bruch- und Moorwälder im Norden und Nordosten. Die Art ist im gesamten Verbreitungsgebiet rückläufig. Stabile Teilbestände existieren hauptsächlich in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Kleinere Vorkommen gibt es zudem in Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. 

 

In Deutschland ist der Schwarzfleckige Golddickkopffalter sehr selten und gilt laut Roter Liste D als stark gefährdet. In Bayern kommt er nicht vor. Er ist tagaktiv.

 

Lebensraum: Randbereiche und offene Stellen feuchter Nadel- und Erlenbruchwälder.

Raupenfuterpflanzen: verschiedene Süßgräser (Poaceae), wie Gewöhnliches Knäuelgras

   (Dactylis glomerata) oder Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis).
Falternahrungspflanzen: Nektar, besonders von Günsel (Ajuga) und

   Atlantischen Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta).

Raupenzeit: Juli bis März nächsten Jahres.

Puppenzeit: März bis Mai.

Flugzeit Falter: Mai bis Juli.

Spannweite: 26 bis 30 mm.

Überwinterung: als Raupe, in Blatt eingesponnen.

 

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Kommentar zur Gefährdung
C. silvicola ist ein Bewohner lichter Bruch- und Moorwälder im Norden und Nordosten Deutschlands. Die Art ist im gesamten Verbreitungsgebiet rückläufig. Sie ist durch Grundwasserabsenkung, einen Mangel an lichten Stellen innerhalb ihrer Habitate und zu intensive oder unterlassene Pflege von Wegrändern gefährdet (Gelbrecht et al. 2016, Dumke & Rennwald 2020).

Notwendige Schutz- und Fördermaßnahmen
   - Reduzierung von Nährstoff- und Schadstoffeinträgen im Bereich der Vorkommen
      durch Anlage von Pufferzonen bzw. Nutzungsextensivierung.
    - Habitaterhaltende Pflegemaßnahmen zum Beispiel durch extensive Beweidung.
    - Vermeidung von häufigen Mahdvorgängen.