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Libellen

Die Libellen (Odonata) sind eine faszinierende Tierordnung, schon alleine wegen ihres Aussehens. Aber sie haben noch weitere interessante und erstaunliche Eigenschaften. Der Lebenszyklus der Libellen beginnt im Wasser. Das Ei wird vom Weibchen an Wasserpflanzen geheftet oder eingestochen oder einfach ins Wasser geworfen. Daraus entwickelt sich im Verlauf von ein bis zwei Jahren die ausgewachsene Larve. Sie klettert schließlich am Stängel einer Pflanze hoch und klammert sich dort fest. Dann schlüpft die ausgewachsene Libelle (Imago) Stück für Stück aus der Larvenhaut, pumpt Körperflüssigkeit in ihre Flügel und lässt sie trocknen. Erst jetzt entsteht, nach und nach, die typische Färbung. Ganz plötzlich wird die Libelle irgendwann abheben und zu ihrem ersten Flug starten - aus dem Wasserlebewesen ist ein Fluginsekt geworden! Die Larvenhaut (Exuvie) bleibt zurück. Nun wird die Libelle einen Sommer lang herumfliegen, ihre Nahrung, hauptsächlich andere Insekten, im Flug erbeuten, einen Partner suchen, sich paaren und zur Eiablage wieder ein Gewässer aufsuchen. Danach endet das Leben der Libelle, es dauert ein paar Wochen oder Monate.

Alle heimischen Libellen sind, unabhängig von ihrer Häufigkeit, besonders geschützt oder streng geschützt (Bundesartenschutzverordnung)! In Deutschland kommen 9 Familien mit insgesamt 81 Arten vor.

Durch ältere Fotos, die über viele Jahre aufgenommen wurden, können auch sehr seltene und teilweise inzwischen regional ausgestorbene oder vom Aussterben bedrohte Arten gezeigt werden. Dadurch wird auch schmerzlich der zu beklagende (und anhaltende) Verlust aufgezeigt.

Die Libellen teilen sich auf in die Unterordnungen der Kleinlibellen (Zygoptera) und der Großlibellen (Anisoptera). Nachfolgend wird aber nur nach Familien unterschieden.

Kleinlibellen
Prachtlibellen (Calopterygidae)
Teichjungfern (Lestidae)
Federlibellen (Platycnemididae)
Schlanklibellen (Coenagrionidae)

Großlibellen
Edellibellen (Aeshnidae)
Falkenlibellen (Corduliidae)
Quelljungfern (Cordulegasteridae)
Segellibellen (Libellulidae)
Flussjungfern (Gomphidae)

Der Gefährdungsgrad der Libellen in Deutschland wird im Text genannt, Quelle (2013) hierzu (soweit dort gelistet) ist:
http://www.lfu.bayern.de/natur/rote_liste_tiere_daten/index.htm

Soweit es für Bayern einen abweichenden Gefährdungsgrad gibt, wird dieser ebenfalls genannt (ohne Berücksichtigung von regionalen Unterschieden).

  • 502_0001-Blaue-Federlibelle.jpg
    Kleinlibellen
  • 001_4517-Blaugruene-Mosaikjungfer.jpg
    Großlibellen
  • Trithemis-annulata1-PS.jpg
    Europäische Libellen